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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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vom Leiden Christi.

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das Osterlamm und thaͤt dasselde enden. Er setzt uns auf ein Testanzent, sein Tod zu bdenken bis ans End, wusch den Juͤn⸗ gern die Fuͤße; er bildt ihn'n vor die Liebe chon, und wie sie ihn wuͤrden verlan, mit Trost thaͤt erd beschließen.

4. Darnach er an den Oelberg trat, in Furcht und Zittern er da bat: Ach betet und thut wachen! Ein Steinwurf bald er fuͤrder ging, zu seinem Vater auch ansing: O Va⸗ ter, thu hie machen, daß dieser Kelch jetzt geh von mir: denn alle Ding sind moͤglich dir; doch es ge⸗ scheh dein Wille! Solchs er zum dritten Male. bat, so oft auch zu den Juͤn⸗ gern trat, sie schiiefen all in Stille.

5. Er sprach: Schlaft ihr in meinem Leid? Es ist gnug, die Stund ist be⸗ reit, des Menschen Sohn wird geben in die Haͤnd der Suͤnder; steht auf! der mich verraͤth, der lau⸗ ret drauf; nun betet ihr daneben. Als er noch redt/ sieh, Judas kam, ein große Schaar er mit sich nahm/ mit Svießen und mit Stan⸗ gen. Ein Zeichen der Ver⸗ räther gab; welchen ich fuß, merkt eben ab, den 26 ihr weiolich fangen.

6. Als JIEsus nun wußt alle Bing⸗ gar bald er ihn'n entgegen ging, und sprach ihn'n mit Guͤte: Wen ucht ihr hie mit solcher

Gwalt? IEsum, sprachn sie, und sielen bald zuruͤck in ihrem Wüthen. Judas gab ihm den Kuß behend, der grausam Hauf auf JE⸗ sum rennt, und fingen ihn mit Grimme. Petrus sein Schwert auszuckte recht, hieb ab das Ohr des Bi⸗ schofs Knecht; IEsus ant⸗ wortet ihme:

7. Ficht nicht, steck ein das Schwerte dein; soll ich den Kan nicht trinken mein? Den Rund macht er gesunde. Der Hauf IEsum zu Hannas fuͤhrt, und auch zu Caiphas da ruͤhrt, Lefangen und ge⸗ bunden. Petrus folgt in den Hof hinein, durch den bekannten Juͤnger fan, ver⸗ leugnt dreimal den HEr⸗ ren. Der Bischof fraͤget IEsum hart, sie suchten falsche Zeugn und Rath, ihn zu verdammen fuͤhren.

8. Christus antwortet ihnen nicht; der Hoheprie⸗ ster zu ihm sprichk: Was willst du dazu sagen? Ich bschwör dich bei dem GOtte mein, sag, bist du Christ, der Sohue sein? JEsus antwort ohn Zagen: Ich bins und sag: von dieser Zeit werdt ihr des Men⸗ schen Sohne weit in Wol⸗ ken sehen kommen, sitzen zur Rechten GOttes fein. Der Bischof z'riß das Kleide sein und sprach: Jhr habt vernommen,

Daß er gelaͤstert GOtt so sehr; er sprach: Merkt auf, was wolln wir mehr? Sie sprachen:

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