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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
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bei; da sieht man, daß ed Blendwerk sei, wodurch wir uns betruͤgen. Drum muß IEsus mit den Schaͤtzen mich 49 die bestehen, wenn die Welt⸗ lust muß vergehen. 4. Wer JEsum fest im Glauben haͤlt, der hat die Kraft der andern Welt hier allbereit zu schmecken. Pflegt JIEsus gleich zu mancher Zeit bei großer Herzens⸗DTraͤurigkeit sein Antlitz zu verdecken, ist doch sein Joch sanft und feiner, 0¹³ wenn einer auf dem Bette dieser Welt zu schlafen haͤtte. 5. So weiß ich auch aus deinem Wort, daß du dich, liebster Seelen⸗Hort, nicht ewiglich versteckest; du thust vor mir die Augen zu, auf daß du desto groͤßre Ruh hernach in mir er⸗ weckest, wenn ich treulich, als ein Rebe, an dir klebe auch im Leide, nicht nur in der suͤßen Freude. 6. Derhalben soll mich teine Noth, mein IJEsu, waͤr es auch der Tod, von deinem Dienst abschrecken. Ich weiß, daß mich dein Herze liebt, darum so geh ich unbetruͤbt mit dir durch Dorn und Hecken. Isden schlage, ich bin stille, ists dein Wille/ mich zu kraͤnken: du wirst meiner doch gedenken. 7. Und sollt ich auch, mein Hort, in mir dein suͤßes Manna nicht allhier in dieser Zeit empfinden, so will ich doch zufrieden sein, und werde deinen

Gnadenschein in jenem Le⸗ hen sinden, da man stets kann, sich zu laben, JEsum haben, stets erblicken und ihn in die Arme druͤcken.

8. Allein, du holder Menschensohn, ich kenne deine Liebe schon, wenn uns die Dornen stechen: dein Herz, das mich in Trauren setzt, und sich verschleußt, muß doch zu⸗ letzt vor lauter Liebe bre⸗ chen; drum fuͤllt und quillt in mein Herze nach dem Schmerze deine Suͤße, die ich noch allhier genieße.

9. Du salbest mich mit Freudenol, so daß sich df⸗ ters Leib und Seel recht inniglich erfreuen; ich weiß wohl, daß du mich betruͤbst, ich weiß auch, was du denen giebst, die sich da⸗ vor nicht scheuen. Drum gieb den Trieb, unabwen⸗ dig und bestaͤndig treu zu bleiben, und recht fest an dich zu glaͤuben.

10. Der Glaub ist eine starke Hand, und haͤlt dich als ein festes Band; ach staͤrke meinen Glauben. Im Glauben kann mich niemand dir, im Glauben kann dich niemand mir, o starker Nhel rauben; weil ich froͤhlich Welt und Dra⸗ chen kann verlachen, und die Suͤnden durch den Glauben uͤberwinden.

Joh. Christian Lange. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 67 O JEsu suͤß, 3 wer dein ge⸗ denkt,