48 von den Ramen
und den Aemtern
ben, her schlingen, so koͤnn⸗ te kein Marter, noch Tod mich bezwingen; ich wollte anhalten mit Lieben und Glauben, so koͤnnte mich niemand des Lebens be⸗ rauben.
10.(IEsus.) Wie, wenn ich mich stellte, als wollt ich dich fliehen? so duͤrft wohl die Welt dich mit List zu sich ziehen; du wuͤr⸗ dest dich dem, der dich an⸗ lockt, vergsellen, dich ge⸗ gen den, der sich verstellet, verstellen.
11.(Seele.) Du kannst nicht von Herzen die Men⸗ schen betruͤben, drum werd ich nicht muͤde, dich den⸗ noch zu lieben; ob deine treu Huͤlfe zu wanken gleich chiene, so muß es zu meiner Verstaͤrkung nur dienen.
12.(JEsus.) Ich koͤnnte dich gleichwohl verstoßen zur Hoͤllen, dann wuͤrde man sehen, wie du dich moͤchtst stellen; du wuͤrdest aufhoͤren zu lieben, und hassen den, der dich nun⸗ mehro haͤtt gaͤnzlich ver⸗ lassen.
13.(Seele.) Ach Lie⸗ ber, wie solltst du das kon.⸗ nen und wollen, und hal⸗ ten so theure Dauden nicht sollen? Du hast den Be⸗ kehrten zu helfen verspro⸗ chen: was du mir beeidet, wird nimmer gebrochen.
14.(JEsus.) Wer wollte mich zwingen, dich Suͤn⸗ der zu lieben, ein'n solchen, der oͤfters mich vflegt zu betruͤben? Ich hasse die
Boͤsen und liebe die From⸗
men; ein reines Herz laß ich vor mein Gesicht kommen. 15.(Seele.) Ich leugne nicht, daß ich gesuͤndiget habe; doch glaub ich, dein Blut mich von Suͤnden waͤscht abe; und da du mich wegen der Suͤnden wolltst hassen, so wollt ich dein eigne Gerechtigkeit fassen. 16.(JEsus.) Wer da⸗ bei mich fasset, dem ist es gelungen: dein Glaub, meine Lierste, der hat mich bezwungen. Ich lieb dich, ich halt dich, ich will dich nicht lassen, ich will dich annehmen, ich will dich umfassen. ö 17.(Seele.) Bestaͤndig bei meinem Vorsatze zu bleiben, wollst du mich durch deinen Geist stetigst antreiben; und daß ich den⸗ selben auch setze ins Werke, verleih mir, HErr, Kraͤfte und goͤttliche Staͤrke. 18.(IEsus.) Im Lie⸗ ben getreu bis ans Ende verbleibe, mich nimmer zu lassen aufs neu dich ver⸗ schreibe; von dir will ich, Liebste, wohl nimmermehr weichen, bis ich dich heim⸗ hole beim Todes⸗Ver⸗ bleichen. 19.(Seele.) Im Lie⸗ ben getreu bis ans End ich verbleibe, dich nimmer zu lassen aufs neu mich verschreibe; von dir will ich, Liebster, wohl nim⸗ mermehr weichen, bis du mich heimholest beim To⸗ des⸗Verbleichen.
ö
Joh. Caspar Schade. Mel.
IH . W. Ic l
H. IM AI IAHE In IR. HIAI Hwihoer AHMAHWe
Etg * *
WSd. un ur Wfuns Rx H I MH i If e XI— nih d adhung ng Hau % sty ht, 43 Ar
.


