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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch : nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln ;
(Zum Besten des Calenberg-Grubenhagenschen Waisen-Instituts)
Entstehung
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105
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unsers HErrn und Heilandes JEsu Christi.

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du? sie meinet, es sey der gaͤrtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingelegt? so will ich ihn hohlen. Spricht JEsus zu ihr: Maria. Da wandte sie sich um, und spricht zu ihm: Rabbuni, das heis⸗ set, meister. Spricht IEsus zu ihr: Ruͤhre mich nicht an? denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem vater. Geh aber hin zu meinen bruͤdern, und sage ihnen: ich fahre auf zu meinem vater und zu eurem vater, zu meinem GOtt und zu eu⸗ rem GOtt. Maria Magdalena koͤmmt und verkuͤndigt den juͤn⸗ gern, die mit ihm gewesen waren, die da leide trugen und weineten: Ich habe den HErrn gesehen, und

olches hat er zu mir gesagt. Und dieselbigen, da sie hoͤreten, daß er lebete und waͤre ihr erschienen, glaubeten sie nicht.

Gleich nach dieser ersten erschei⸗ nung des HErrn JEsu geschahe die zweyte den uͤbrigen weibern, als sie auf dem wege waren, um die verkuͤndigung der engel den juͤngern anzuzeigen. Zu welcher zeit auch die huͤter des grabes den hohenpriestern von demjenigen, was geschehen war, nachricht brin⸗ gen; aber von selbigen durch beste⸗ chung zur verfaͤlschung der wahr⸗ heit verleitet werden.

Siehe die Vorlesung am er⸗

sten Oster⸗Tage.

JEsus offenbarete sich hierauf noch an dem tage seiner auferste⸗ hung den zween juͤngern die nach Emmaus giengen.

Nach dem Evangelio des 2ten

Oster⸗LTages; wo zugleich die nach I Cor. 15, v. 8. dem Petro besonders geschehene

Erscheinung tewebner wird.

Und am.abend desselbigen tages

seinen versammleten juͤngern, Siehe den ersten Theil des Evangelii am ersten Sonn⸗

tage nach Ostern, vergl. mit

Mare. 16, 14. Luc. 24, 36⸗49. denen er acht tage darauf, im Beyseyn des Thomas zum andern mahle erscheinet.

Siehe den andern Theil des Evangelii am ersten Sonn⸗ tage nach Ostern.

Darnach offenbarete sich JEsus abermahls den juͤngern an dem meer bey Tiberias. Er offenbarete sich aber also: Es waren bey ein⸗ ander Simon Petrus und Tho- mas, der da heisset zwilling, und Nathangel von Cana in Galilaͤa, und die soͤhne Zebedaͤi und andere zween seiner juͤnger. Spricht Si⸗ mon Petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie giengen hinaus, und traten in das schiff alsobald, und in derselbigen nacht siengen sie nichts. Da es aber jezt morgen war, stund JEsus am ufer, aber die juͤnger wußtens nicht, daß es JEsus war. Spricht JEsus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen! Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ih⸗ nen: Werfet das netz zur rechten des schiffs, so werdet ihr finden. Da wurfen sie, und konntens nicht mehr ziehen vor der menge der fische. Da spricht der juͤnger, wel⸗ chen JEsus lieb hatte, zu Petro: Es ist der HErr. Da Simon Pe⸗ trus hoͤrete, daß es der HErr war, gurtete er das Hemd um sich/(denn er war nacket) und warf sich ins meer. Die andern juͤnger aber ka⸗ men auf dem schiffe,(denn sie wa⸗ ren nicht fern vom lande, sondern bey zwey hundert ellen) und zogen das netz mit den fischen. Als sie nun austraten auf das land, sahen sie kohlen gelegt, und fische darauf⸗ und brot. Spricht JEsus zu ihnen: Bringet her von den fischen, die ihr

jezt gefangen habt. Simon Pe⸗

trus stieg hinein und zog das ne⸗ G 5 aus