Druckschrift 
Hannoversches Kirchen-Gesangbuch : nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln ;
(Zum Besten des Calenberg-Grubenhagenschen Waisen-Instituts)
Entstehung
Seite
98
Einzelbild herunterladen

98

Die Geschichte von dem Leiden und Sterben

Da das sahe Judas, der ihn ver⸗ rahten hatte, daß er verdammet war zum tode, gereuete es ihn, und brachte herwieder die dreyssig silberlinge den hohenpriestern und den aͤltesten, und sprach: Ich habe ubel gethan, daß ich unschuldig blut: verrathen habe. Sie spra⸗ chen Was gehet uns das an? da siehe du zu. Und er warf die sil⸗ berlinge in den tempel, hub sich davon, gieng hin, und erhenkete lich selbst, und ist mitten entzwey geborsten, und sein eingeweide aus⸗ geschuͤttet. Aber die hohenpriester nahmen die silberlinge, und spra⸗ chen: Es taugt nicht, daß wir sie in den gottes⸗kasten legen: denn es ist blut⸗geld. Sie hielten aber einen raht, und kauften eines toͤ⸗ pfers acker darum, zum begraͤbniß der pilger. Und es ist kund worden allen, die zu Jerusalem wohnen, also, daß derselbige acker genennet wird auf ihre sprache: Akelda⸗ ma, das ist, ein blut⸗acker, bis auf den heutigen tag. Da ist erfuͤllet, das gesaget ist durchden propheten Jeremiam, da er spricht: Sie ha⸗ den genommen dreissig silberlin⸗ ge, damit bezaͤhlet ward der ver⸗ kaufte, welchen sie kauften von den kindern Israel, und haben sie gegeben um einen toͤpfers⸗ acker, als mir der HErr befohlen hat.

Die Juͤden aber giengen nicht in das richt· haus, guf daß sie nicht unrein wuͤrden, sondern die ostern essen moͤgten. Da gieng Pilatus zu ihnen herausund sprach: Was bringet ihr fuͤr eine klage wider diesen menschen? Sie ant⸗ worteten und sprachen zu ihm: Waͤre dieser nicht ein uͤbelthaͤter wir haͤtten dir ihn nicht uberant⸗ wortet. Da sprach Pilatus zu ih⸗ nen: So nehmet ihr ihn hin, und richtet ihn nach eurem gesetz. Da lurinn miem Juden zu ihm: Wir

uͤrfen niemand toͤdten. Auf daß erfuͤllet würde das wort JEsu/

welches er sagete, da er deutete,

welches todes er sterben wuͤrde. Da fingen an die hohenpriester

und die nachra ihn hart zu ver⸗

klagen, und sprachen: Diesen fin⸗ den wir, daß er das volk abwen⸗

det, und verbeut den schoß dem

Kaiser zu geben, und spricht: Er sey Christus, ein Koͤnig. Da gieng Pilatus wieder hinein in das richt⸗haus, und rief JEsum, und fragte ihn und sprach: Bist du der Juden koͤnig? Jesus aber stund vor dem landpfleger, und antwor⸗ tete: Redest du das von dir selbst, oder haben es dir andere von mir gesaget Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein volk und die hohenpriester haben dich mir uͤber⸗ antwortet, was hast du gethan? IJEsus antwortete: Mein reich ist nicht von dieser welt, waͤre mein reich von dieser welt, meine diener wuͤrden darob kaͤmpfen, daß ich den Juden nicht uͤberant⸗ wortet wuͤrde. Aber nun ist mein reich nicht von dannen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du den⸗ noch ein koͤnig? JEsus antworte⸗ te: Du sagest es/ich bin ein königz ich bin darzu gebohren, und auf die welt kommen, daß ich die wahrheit zeugen soll, wer aus der wahrheit ist, der höret meine stim⸗ me. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist wahrheit? Und da er das gesh get,/ gieng er wieder hinaus zu de Juden, und spricht zu ihnen: Ich finde keine schuld an ihm. Und die hohenpriester und aͤltesten be⸗ schuldigten ihn hart; er aber ant⸗ wortete nichts. Da fragte ihn Pilatus abermahl, und sprach: Antwortest du nichts! Hoͤrest du nicht, wie hart sie dich ver⸗ klagen? Und er antwortete ihm nicht auf ein wort mehr, alse daß sich auch der landpfleger sehr verwunderte. Sie aber hielten an und sprachen: Er hat das r rxr⸗

uR

4 dah erkre Hil Iand I f kete/ waͤte Unte ber 11 Qerl FEsu henn schen 31 eiche frage wotte henpr ten stl 7 f⸗6e 8 kle der zu den Ni mit ein qquand Die hoh Hen,un 33 en Das vol habe ih finde ai Whtn Hes au eich u manhat des tade ich ihn Aufda landpfe volkeeir welchen aherzus eien sor hitß Bat eifes au Heschahe, Iej in