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unsers HErrn und Heilandes IEsu Christi.
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doch sage ich euch: von nun an werdet ihr sehen des menschen sohn sitzen zur rechten hand der kraft, und kommen in den wolken des himmels. Da zerriß der hohe⸗ priester seine kieider, und sprach: Er hat GOtt gelaͤstert, was duͤr⸗ fen wir weiter zeugniß? Siehe, jezt habet ihr seine gotteslaͤste⸗ rung gehoͤret, was dunket euch? Sie aber verdam̃ten ihn alle, und sprachen: Er ist des todes schuldig.
Die maͤnner aber, die Jésum hiel⸗ P
ten, verspotteten ihn, und speyeten aus in sein angesicht, und schlugen ihn mit faͤusten; etliche aber ver⸗ deckten ihn, und die knechte schlu⸗ gen ihn ins angesicht/ u. sprachen: Weissage uns, Christe, wer ists, der dich schlug? Und viel andere laͤsterung sagten sie wider ihn. Simon Petrus aber war,(wie vorhin erzaͤhlet worden,) draussen im pallast; da kam des hohenprie⸗ sters maͤgde eine, die thuͤrhuͤterin; und da siepetrum unter den knech⸗ ten bey dem feuer sahe; schauete sie ihn an, und syrach zu ihm: Und du warest auch mit dem IEsu aus Galilaͤg. Er aber verlaͤugnete vor ihnen allen und sprach: Weib lich bins nicht, ich kenne ihn nicht, ich weiß auch nicht, was du sagest. Und er gieng hinaus in den vorhof, und der hahn kraͤhete. Und als er zur thuͤr hinaus gieng, sahe ihn nebst der vorigen, eine andere magd, die sprachen zu denen, die dabey stun⸗ den: Dieser war auch mit dem JEsu von Nazareth. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner jůn⸗ ger einer? Und ein anderer sprach: Du bist auch der einer. Und er leugnete abermahl, und sprach: Mensch/ ich bins nicht, und schwur darzu; ich kenne des menschen nicht. Und uͤber eine kleine weile bey einer stunde bekraͤftigte es ein anderer, mit denen, die dabey stun⸗ den, und sprachen: Warlich, du
bist auch der einer: denn du bist ein
Galilaͤer, und deine sprache ver⸗ raͤht dich; Spricht des hohenprie⸗ sters knechte einer, ein gefreunter des, dem Petrus das ohr abgehau⸗ en hatte: Sahe ich dich nicht im garten bey ihm? Da fieng er an sich zu verfluchen und zu schwoͤ⸗ ren: Ich kenne des menschen nicht, von dem ihr saget. Und alsbald, da er noch redete, kraͤhete der hahn zum andern mahl. Und der HErr wandte sich um, und sahe zetrum an. Da gedachte Petrus an das wort JEsu, das er zu ihm gesaget hatte: Ehe der hahn zwey mahl kraͤhet, wirst du mich drey mahl verleugnen, und er gieng hinaus, und weinete bitterlich.
Des morgens aber versammel⸗ ten sich alle hohenpriester, schrift⸗ gelehrten und die aͤltesten des volks, darzu der ganze raht, und hielten einen raht uͤber JEsum, daß sie ihn toͤdteten. Und fuͤhr⸗ ten ihn hinauf vor ihren raht, und sprachen: Bist du Christus? sage es uns. Er aber sprach zu ihnen: Sage ich es euch, so glaͤu⸗ bet ihrs nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und lasset mich dennoch nicht los. Darum von nun an wird des menschen sohn sitzen zur rechten hand der kraft GOttes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes sohn? Er aber sprach iu ihnen: Ihr sa⸗ gets, denn ich bins. Sie aber sprachen: Was duͤrfen wir wei⸗ ter zeugniß? Wir habens selber gehoͤret aus seinem munde.
3. Abtheilung.
Das Leiden JIEsu vor dem weltlichen Gerichte. Und der gante haufe stund auf,
und bunden JEsum, füͤhreten ihn von Caipha vor das richthaus, und uͤberantworteten ihn dem landpfleger Pontio Pilato, und
es war noch fruͤhe.


