Druckschrift 
Hannoversches Kirchen-Gesangbuch : nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln ;
(Zum Besten des Calenberg-Grubenhagenschen Waisen-Instituts)
Entstehung
Seite
92
Einzelbild herunterladen

92 Episteln und Evangelien,

aus aller ihrer noht. Der HErr ist nahe bey denen, die zerbrochenes herzens sind; und hilft denen, die zerschlagen gemuͤht haben. Der gerechte muß viel leiden; aber der HErr hilft ihm aus dem allen. Er bewahret ihm alle seine gebeine, daß derer nicht eins zerbrochen wird. Den gottlosen wird das un⸗ gluͤck todten; und die den gerech⸗ ten hassen, werden schuld haben. Der HErr erloͤset die seele seiner knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden keine schuld haben. Evangelium, Matth. Cap. 18, v. I. bis 11.

ie juͤnger traten zu JEsu und sprachen: Wer ist doch der groͤsseste im himmelreich? JEsus rief ein kind zu sich, und stellete es mitten unter sie, und sprach: Wahrlich, ich sage euch: es sey denn, daß ihr euch umkehret, und werdet wie die kinder, so werdet ihr nicht in das himmel⸗ reich kommen. Wer sich nun selbst erniedriget, wie dies kind, der ist der groͤsseste im himmelreich. Und wer ein solches kind aufnimmt in meinem namen, der nimmt mich auf. Wer aber aͤrgert dieser geringsten einen, die an mich glaͤu⸗ ben; dem waͤre besser, daß ein muͤhlstein an seinen hals gehaͤnget wuͤrde, und er ersaͤufet wuͤrde im meer, da es am tiefsten ist. Wehe der welt der aͤrgerniß haͤlben! es muß ja aͤrgerniß kommen: doch wehe dem menschen, durch wel⸗ chen aͤrgerniß koͤmmt! So aber deine hand oder dein fuß dich aͤr⸗ gert, so haue ihn ab, und wirf ihn von dir: es ist dir besser, daß du zum leben lahm oder ein krüppel eingehest; denn daß du zwo haͤnde, oder zween fusse habest, und wer⸗ dest in das ewige feuer geworsen. Und so dich dein auge aͤrgert, reiß es aus, und wirf es von dir: Es ist dir besser, daß du einaͤugig zum

leben eingehest; denn daß du zwey augen habest, und werdest in das hoͤllische feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von die⸗ sen kleinen verachtet; denn ich sage euch: ihre engel im himmel sehen allezeit das angesicht meines vaters im himmel. Denn des men⸗ schen sohn ist kommen, selig zu ma⸗ chen, das verlohren ist.

Vorlesungen, Vormittags, Ps. 10z. I den HErrn, meine seele: und was in mir ist, seinen hei⸗ ligen namen. Lobe den HErrn, meine seele: und vergiß nicht, was er dir gutes gethan hat. Der dir alle deine suͤnde vergiebet, und hei⸗ let alle deine gebrechen; der dein leben vom verderben erloͤset, der dich kroͤnet mit gnade und barm⸗ herzigkeit; der deinen mund froͤ⸗ lich macht, und du wieder jung wirst, wie ein adler. Der HErr schaffet gerechtigkeit und gericht allen, die unrecht leiden. Er hat seine wege Mose wissen lassen, den kindern Israel sein thun. Barm⸗ herzig und gnaͤdig ist der HErr, geduldig und von grosser guͤte. Er wird nicht immer hadern, noch ewiglich zorn halten. Er handelt nicht mit uns nach unsern suͤnden, und vergilt uns nicht nach unserer missethat. Denn so hoch der him⸗ mel uͤber der erden ist, laͤßt er sei⸗ ne gnade walten über die, so ihn fuͤrchten. So fern der morgen ist vom abend, laͤßt er unsere uͤbertre⸗ tung von uns seyn. Wie sich ein vater uͤber kinder erbarmet, so er⸗ barmet sich der HErr uͤber die, so ihn fuͤrchten. Denn er kennet, was für ein gemaͤcht wir sind; er ge⸗ denket daran, daß wir staub sind. Ein mensch ist in seinem leben wie gras, er bluͤhet wie ꝛine blume auf dem selde; wenn der wind daruͤ⸗ ber gehet, so ist sie nimmer da, 12

ihre sit Diegnad vonfii so 0 0 tighhit au nen die! gedenken dargacht nen sthlt seiisich bet yn g stathenhe augichte meseines alld sein⸗ ner/ die i bet den an allen Lohe den.

Nochmi * L. Hett, herklich)! tiseshn das du at detshimm Wübef 0 fähhef an einkm wag sittigendt nehan diesger zu dad erdre bobkn/ do ai du 6, b und naser Abst und sie, von di dahin. Di vor/ und d