Druckschrift 
Hannoversches Kirchen-Gesangbuch : nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln ;
(Zum Besten des Calenberg-Grubenhagenschen Waisen-Instituts)
Entstehung
Seite
17
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Zur rettung, hingegeben! Mein Heil, wie dank'Bich dir!

der nichts verschuldet, Empfingst der sünder lohn! Da folgte schmerz auf schmerze; Da trafdichschmach auf schmach; Da lag auf deinem herzenAngst, die das herz dir brach.

Anhang.

1*

Staͤrkt uns zu jeder pflicht; Giebt trost in kuͤmmernissen, Im tode zuversicht.

8. Wie viel sind wir dir schul⸗ dig/ Daß du die schwere last Des kreuzes so geduldig Fuͤr uns ge⸗ tragen hast! Dich wollen wir er⸗ heben, So viel die schwachheit kann, Und dir zu ehren leben. Nimm unser opfer an.

Mel. OLam̃ Gottes unschuldig ꝛc.

1051 2255 staube Mit blut und thraͤnen bedecket! Auf dich hin blicke mein glaube, Wenn tod und suͤnde mich schrecket. Dein trauern, seufzen, klagen, Dein ringen, zittern, zagen Sey meine ruhe, Herr Jesu! 2.O Sohn Gottes! unschuldig Trugst du die herbe verhoͤhnung, Und trugst, als held, sie geduldig, Zu meiner suͤnden versoͤhnung. Dein bild muͤß' uns beleben, Zu dulden, zu vergeben, Wie du zu lieben, Herr Jesu! 3. O Sohn Gottes! freywillig ur uns am kreuze gestorben, ir, dir nur, leben nun billig, Die du so theuer erworben. Auch ich will dir nur leben, Dir ganz mich uͤbergebenZur treusten liebe, Herr Jesu!

Mel. Herzlich thut mich ꝛe. 1082 Dimn voll blut und 5 wunden, Fuͤr uns am kreuze starbst, Und unsern letz⸗ ten stunden Den hoͤchsten trost er⸗ warbst! Der du dein theures le⸗ ben, Noch eh ich war, auch mir

2. Wie viel haßt du erduldet, Erhabner Menschensohn, Als du,

SohnGottes im O

3. Entbloͤßt vonallem reize, Der menschen wohlgefaͤllt, Hingst du an deinem kreuze; Ein fluch vor aller welt. Dichflohen deinefreun⸗ de! Du warst des volkes spott; Dich hoͤhnten deine feinde: Wo ist denn nun sein gott?

ꝗ4. Wer kann dir nachempfinden Den schmerz, die todesangst, Mit welcher du, von suͤnden Uns zu erretten, rangst. Es stuͤrzte plag' auf plage Mit felsenlast auf dich;

rang dich zur lauten klage: Gott, wie verlaͤßt du mich!

5. Und diese last von plagen, Herr, es war meine last. Ich haͤtte sollen tragen, Was du ge⸗ tragen hast. Sieh gnaͤdig auf mich armen, Der Zorn verdienet hat, Und hilf mir aus erbarmen Von meiner missethat.

0. Du hast uns durch dein lei⸗ den Vergebung, beßrungskraft, Hier trost und muth, dort freu⸗ den, Die ewig sind, verschafft. O gieb an dieser gnade Auch meinem glauben theil, und auf des lebens pfade Mir muth/ kraft, trost u. heil.

7. Aus tiefgeruͤhrtem herzen Sag ich nun lebenslang Fuͤr dei⸗ ne todesschmerzen, Mein treuster Freund, dir dank. Ach hilf, daß ich mich halte Zu dir mit gleicher treu, Und, bis ich einst erkalte, Ganz, ganz der deine sey.

8. Und wenn ich dann soll schei⸗ den, Ach! Herr, verlaß mich nicht. In meinen todesleiden Sey du mein trost und licht; und wenn am allerbaͤngsten Mir um mein herz wird seyn, Dann reiß mich aus den aͤngsten Kraft deiner angst und pein.

9. Dann, Jesu, laß mein hof⸗ fen In Ewch uͤbergehn. Im geiste laß mich offen, Herr, dei⸗ nen himmel sehn; Im geiste mit entzuͤcken Und heil'ger sehnsucht voll, Nach dir, Vollender, blicken.

Wer so stirbt, der stirbt wohl. B Mel