Von Gott. 25
getreu bewahren; Wenn wir, was deine lehren wirken sollen, Uns bessern wollen.
6. Ach, möcht ich, gott, aus allen meinen kräften Dich suchen; auch bei sorgen und geschäften, Mein herz, zu dir mich leichter aufzuschwingen, Zur andacht bringen!
7. Drum führe durch dein wort doch meine seele, Daß sie den weg zum lichte nicht verfehle; Gieb mir, weil ihre kräfte leicht ermüden, Ernst, lust und frieden.
8. Dann werd ich immer besser dich er⸗ kennen, Und täglich mehr von deiner lieb entbrennen, Dir gern gehorchen, fröhlich dich erheben, Und, gott, dir leben.
Mel. Herzlich lieb hab ich dich ꝛe.
10. Weh dem, der leugnet, daß gott ist! Sein armes menschenleben ist Ihm leer von edler freude. Sein wilder, lasterhafter blick Sehnt sich umsonst nach wahrem glück, Umsonst nach trost im leide. Die lust zu guten thaten flieht Vor ihm, der seinen gott nicht sieht. Nie fühlet sich sein herz erfreut Von wonne der unsterblichkeit. Gott, unser gott! wie jammervoll, wie fürchterlich Wird unser leben ohne dich!


