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26 Erste Abtheilung.
2. Wenn du nicht bist, wer trägt und hält, Und wer regieret dann die welt? Wer sorgt auch für mein leben? Wem danke ich mein leben dann? Wer nimmt bis jetzt sich meiner an? Wem kann ich mich ergeben? Verhängniß oder ungefähr Wär dann mein gott; und arm ist der; Dann wär vernunft und freiheit spott, Und schrek⸗ kenvoll wär mir der tod! Gott, wahrer
gott! Wie graunvoll wird mir deine welt,
Wenn nicht dein arm sie führt und hält.
3. Kann ohne dich ein glück erfreun, Für
mich ein gut auf erden sein, Und kann ichs froh genießen? Was hilft mir freiheit und
verstand, Was jede wohlthat deiner hand,
Was nützt ein gut gewissen? Bist du nicht,
so erfreun sie nie; Ein traum ist ihre lust, wie sie. Die erd ist finsterniß; eun ein
Strahlt her von deinem angesicht.
schutz ist da! Auf tugend wartet dort kein
Hohn: Und hier folgt ihr oft schmach und ohn!
4. Nein! eh ich zweifle, daß du seist, Unwandelbarer ewger geist, Mag mich die welt verspotten! Laut will ich zeugen, daß du bist, Daß es ein schnöder frevel ist,


