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5. Wie schwer ists nicht, dem Fall entgehen in der Verfuͤhrungsvol⸗ len Welt! o! wer sich duͤnket fest 10 stehen, der sehe zu, daß er nicht aͤllt! Der beste Vorsatz ist doch schwach und die Versuchung tau⸗
sendfach. ö 6. Wie selig werden wir einst le⸗ ben, wenn von des Koͤrpers Fes⸗ seln frey, wir dorten, HErr! dein Lob erheben, unwandelbar der Tu⸗ gend treu! wenn deine große Heerrlichkeit uns ohne Ziel und Maas erfreut.
(I347.) L. H. F. B. v, E. Mel.(27.) Wer nur den lieben G. Waast du vor Gottes Thron zu treten, so mache dich bereit, mein Christ! im Geist und Wahr⸗ heit anzubeten den GOtt, der Geist und Wabhrheit ist, laß nicht der Erde Sorgen zu, und denke, mit wem redest du?
2. Er isig, dem alle Himmel die⸗ nen, der HErr und Schoͤpfer aller Welt, vor dem das Chor der Se⸗ V raphinen verhuͤllt in Demuth nie⸗ derfaͤllt; Jehovah, er, der ewig war, und ist und seyn wird im⸗ merdar.
. 3. Durch ein verstelltes Haͤnde⸗ „ falten, durch praͤchtger Worte lee⸗ iren Laut, ist bey dem HErrn nichts uiu erhalten, der nur allein aufs VI 0uupe schaut; vor ihm gilt nicht der uusre Schein; man muß nicht schei⸗ nen, sondern senn. 4. Ein zuversichtlich kindlich Lal⸗ len, ein wahrer Glaub' an JEsum Christ, der, voll Begier GOtt iu gefallen, durch reine Liebe thaͤtig ist; diß ists, was durch die Wol⸗ ken dringt, und Heil und Segen niederbringt. 5. O welch ein Gluͤck, schon bier auf Erden im Glauben mit GOtt umzugehn! schon hier den Engeln gleich zu werden, die stets aube⸗ iend vor ibmstehn: Mensch! nimm
Zweeter Anhang.
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zu deinem eignen Heil an diesem Himmelsgluͤck oft Theil!
6. Mußt du in Angst und Kum⸗ mer schmachten, so klage deine Noth dem HErrn; er wird dein Flehen nicht verachten, er ist all⸗ maͤchtig und hilst gern; verbirgt er ja sein Angesicht er hilft gewiß; verzage nicht.
7. Wenn gute Thaten dir gelin⸗ gen, preis' ihn, der dich als Va⸗ ter liebt, ihn welcher Wollen und Vollbringen durch seinen Geist zum Guten giebt; und zuversichtlich rufe dann um diesen Geist lhn ferner an,
8. Ja, Christ! in boͤs' und guten Tagen laß das Gebet ein Labsal seyn; so wirst du nie voll Klein⸗ muth zagen, und nie dich uͤber⸗ muͤthig freu'n in deinen Herzen; und mit dir bleibt Gottes Friede fuͤr und fuͤr.
(T348.„C. F. g. Mel.(29.) In allen meinen Thaten. Wa ists, daß ich mich quaͤle?
Harr' seiner, meine Sele! harr', und sey unverzagt: Du weißt nicht, was dir nuͤzet: GOtt weiß es, und Gott schuͤtzet, er schuͤtzet den, der nach ihm fnagt
2. Er zaͤhlte meine Tage, mein Gluͤck und meine Piage; ehꝰ ich die Welt noch sah. Eh' ich mich selbst noch kannte, eh' ich ihn Va⸗
ter nannte, war er mir schon mit
Huͤlfe nah.
3. Die kleinste meiner Sorgen ist dem Gott nicht verborgen, der alles sieht und haͤlt, und was er mir beschieden das dient zu meinem Frieden, waͤrs auch die groͤßte Last der Welt.
4. Ich lebe nicht auf Erden, um gluͤcklich hier zu werden! die Lust der Welt vergeht. Ich lebe bier im Segen, den Grund zum Gluͤck zu legen, das ewig, wie mein Geist, besteht. 4
5. Was dieses Gluͤck vermehret sey mir von dir gewaͤhret/ 881
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u gewährt es ö 6 berlezet auch schaßet, Oott! Rile ewoi 6. Sind au hlagen/ der V tagen Roch. Syott; so hart Iu Gott; dennn dein Wille nür, 7. Ou blstd und gller dein du ebig dich. derfahren, we hewahren? un bewahret mich. (61349.-N. Mel.(22.) JE Wecht.hs gel! btee Oottes Gnade Wull unvetand. Welt zu Ttüm Onade twird b 2. GOtt ha stdchen 6⁰ gemacht, der! hrochen, bis e et, Nie Wahrh r saget, das 3. Seine Hel, wenn filts sonder Hen, bis sie Gottiststöm o die Welt 4. Will d Hecchen, a Sinn: G0t sotechen; o als waͤr er r ist, und
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