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Geistliches Neu-vermehrtes Altenburgisches Gesang- und Gebet-Buch : in sich haltend Den Kern Alter und Neuer Geistreichen Lieder und Gesänge D. Martin Luthers Und Anderer Christlichen Lehrer und frommer Christen / nebst einer Vorrede Herrn Carl Andreas Redels
Entstehung
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1479 und opfern Dank ihr unendlich Lebenlang.

6. Vaterland verklaͤrter From⸗ men! Heil, Unsterblichkeit und Ruh, was kein Sterblicher ver⸗ nommen, Gottes Heil gewaͤhrest du. Freudenaͤrndten schenkt er de⸗ nen, die erst hier gesaͤt mit Thraͤ⸗ neu. Alle Thraͤnen trocknet er; Sünd' und Elend sind nicht mehr.

7. Ich entbrenne von Verlan⸗ gen, diß verheißne Land zu sehn; sene Krone zu empfangen; bald er⸗ hoͤret Gott mein Fleh'n. Diese Huͤtte die zerstaͤube; ich/ ich weiß⸗ an wen ich glaͤube. Mir ist Ster⸗ ben ein Gewinn; denn zum Vater geh ich hin.

8. Welche Troͤstung! das zu wis⸗ sen; dieser großen Hoffnung voll zag ich nicht in Kuͤmmernissen, die ich hier noch dulden soll. Leicht und kurz sind diese Leiden, sie ver⸗ wandeln sich in Freuden, wenn ich christlich sie ertrug, bis GOtt spricht: Es ist genug.

(I327.) C. F. G.

Mel.(27.) Wer nur den lieben ꝛc. Nach einer Pruͤfung kurzer Tage

erwartet uns die Ewigkeir; dort/ dort verwandelt sich die Klage In goͤttliche Zufriedenheit. Hier uͤbt die Tugend ihren Fleiß, und jene Welt reicht ihr den Preis.

2. Wahr ists, der Fromme schmeckt auf Erden schon manchen sel'gen Augenblick: Doch, alle Freuden die ihm werden, sind ihm ein unvollkommnes Gluͤck. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh nimmt in der Selen ab und zu.

3. Bald stoͤren ihn des Koͤrpers Schmerzen, bald das Geraͤusche dieser Welt/ bald kaͤmpft in seinem eignen Herzen ein Feind, der oͤfter siegt, als faͤllt; bald sinkt er durch des Naͤchsten Schuld in Kummer und in Ungeduld.

4. Hier, wo die Tugend oͤfters leidet, das Laster oͤfters gluͤcklich

Zweeter Anhang.

ist, wo man den Gluͤcklichen beneh der) und des Bekuͤmmerten vei⸗ gißt, hier kann der Mensch nie frey von Pein, nie frey von eigner Schwachheit seyn.

5. Hier such ichs nur, dort werd ichs finden! dort werd ich heillg und verklaͤrt der Tugend ganzen Werth empfinden, den unaussprech⸗ lich großen Werth; den GOtt der Liebe werd' ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhoͤhn.

6. Da wird der Vorsicht heil'ger Wille mein Will' und meine Wohl⸗ fahrt seyn und lieblich Wesen⸗ Heil und Fuͤlle am Throne GOt⸗

tes mich erfreun; dann laͤßt Ge⸗

winn stets auf Gewinn mich fuͤh⸗ len daß ich ewig bin.

7. Da werd' ich das im Licht er⸗ kennen, was ich auf Erden dunkel sah', das wunderbar und heillg nennen, was unerforschlich hier ge⸗ schah'; da denkt mein Geist mit Preis und Dank, die Schickung im Zusammenhang.

3. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo GOtt, mein Heil sich offenbar't, ein Heilig! Heilig! Heilig! singen dem Lamme, daß erwuͤrget ward, und Cherubim und Seraphim/ und alle Himmel sauch⸗ zen ihm.

9. Da werd' ich in der Engel Schaaren mich ihnen gleich und hel⸗ lig sehn, das nie gestoͤrte Gluͤck erz fahren, mit Frommen stets fromm umzugehn: Da wird durch sedem Augenblick ihr Heil mein Heiln mein Gluͤck ihr Gluͤck.

10. Da werd' ich dem den Dank bezahlen, der GOttes Weg mich

gehen hieß, und ihn zu Millio⸗

nen malen noch segnen, daß er mir ihn wieß; da find ich in det Hoͤchsten Hand den Freund, dem ich auf Erden fand.

II. Da ruft, o moͤchte GOtt geben, vielleicht auch mir ein Sel⸗ ger zu: Heil sey dir! denn 1*

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Gele sehn. 1. Was Etdin doche

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3. Nicht Tugend: der Zestzd gend witd samkeit, v gethan, si⸗ hend an.