Druckschrift 
Evangelisches Gesangbuch für Elsaß-Lothringen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

wahrt schen 477) M den 0, den ennen he ihr sraels n wir aniers zesang önig 9 aus 1. ndern Hirche neinde iedern d, die halten roßen Oster⸗ t hat: rist ist m von hie mnsag⸗ hlechte unsre geben et seist Heiste, sanges vor⸗ en Un⸗ er, so he, die Lieder

Von den Worten und Weisen des Gesangbuches

in der Muttersprache aufbewahrt sind. Der eine ist der Dominikaner Johann Tauler, der in seiner Vaterstadt Straßburg die Buße und das Evangelium von der göttlichen Gnade predigte(Nr. 5); der andere ist Heinrich von Laufenberg, der in Straßburg seine von inniger Gottesliebe erfüllten Cieder sang(Nr. 579) und im Uloster St. Johannis zum grünen Wört von seinem heimweh

nach dem himmlischen Vaterlande erlöst wurde(Nr. 556).

Alle diese Lieder waren aber nur die Vorboten des Frühlings,

der hereinbrach, als die Predigt der Reformatoren sich erhub. Da

wurde ein vielstimmiger Chor heiliger Sänger laut, unter ihnen mit hellem Klangdie Wittenbergisch Nachtigall, Martin Luther. Seine Lieder(21 25 32 81 85 105 104 165 201 265 338 368, S. 451 455 458) haben in Manneskraft, volkstümlicher Innigkeit und schlichter Kindlichkeit das Bekenntnis von Sünde und Erlösung ausgesprochen, haben die Gesänge Israels und der alten Kirche neu belebt und einen Gottesdienst geschaffen, in dem die Gemeinde nicht durch Priester bevormundet wird, sondern mit freiem Auftun ihres Mundes das Lobopfer und Bekenntnis ihres Glaubens darbringen kann. Hußer ihm dichteten im Norden Männer wie Paul Speratus (105), Paul Eber(323), der treuherzige Kantor von Joachims- thal Nikolaus herman(158 342 566), der letzte Deutschordens⸗ hochmeister, Herzog Klbrecht von Preußen(522, vielleicht 280)/ Johann Gramann(219), der in niederdeutscher Sprache schrei⸗ bende Dichter der Cieder 52 88. In hohen Ehren stand bei Luther auch Michael Weiße, der Sänger der böhmisch⸗mährischen Brüder (51 175 191 222 572). Sein Gesangbuch ist in Straßburg durch Katharina sell, geborene Schütz, die Frau des Reformators MRatthäus Zell, mit einer schönen Vorrede in billigen Ausgaben neu herausgegeben worden, damitder Handwerksgesell ob seiner Arbeit, die Dienstmagd ob ihrem Schüsselwäschen, der Acker⸗ und Rebmann auf seinem Acker und die Mutter dem weinenden Kind in der Wiege solches Cob Gottes singe. Kuch Matthäus Sell selbst liebte diese Lieder sehr, und der in seiner Sorm ungelenke, in seinem Inhalte aber feierlich große Begräbnisgesang Nr. 191 ist ihm auf dem Friedhof St. Gallen als das Bekenntnis einer ewigen hoffnung in das Grab nachgerufen worden.

Der deutsche Südwesten war aber auch selbst reich an Liedern

und Weisen, allen voran Straßburg, wo Cheobald Rigri oder Schwarz im Knfang des Jahres 1524 schon den Gottesdienst in