Druckschrift 
Evangelisches Gesangbuch für Elsaß-Lothringen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

350

Streben nach der Vollendung des Heiles

⁰ ,. d rn. 2——5—— 4990 3 Mein ganz er⸗-schrock- nes

. SDSDSDS—

Herz er-bebt, daß mir

2 lein Unglück ist in aller Welt,

das endlich mit der Seit nicht fällt

und ganz wird aufgehoben;

die Ewigkeit nur hat kein Siel,

sie treibet fort und fort ihr Spiel,

läßt nimmer ab zu toben.

Ja, wie mein heiland selber spricht,

aus ihr ist kein' Erlösung nicht.

3 O Ewigkeit, du machst mir

O ewig, ewig ist zu lang; hie gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen. Nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich als die Ewigkeit.

4 ach Gott, wie bist du so ge⸗ recht, wie strafest du die bösen Knecht im heißen Pfuhl der Schmerzen! Auf kurze Sünden dieser Welt hast du so lange Pein bestellt. kich nimm dies wohl zu Herzen und merk auf dies, o Menschen⸗ kind: Kurz ist die Seit, der Cod geschwind.

588

di⸗ Sung am Gau-men klebt.

5 Wach auf, o Mensch, vom Sün— denschlaf, ermuntre dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben. Wach auf, es ist doch hohe Seit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Cohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Cag; wer weiß noch, wie man sterben mag?

6 O Ewigkeit, du Donnerwort. o Schwert, das durch die Seele

o Unfang sonder Ende,‚ 9 0o Ewigkeit, Seit ohne Seit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Herr Jesu, wann es dir gefällt, eil ich zu dir ins himmelszelt. Johann Rist, 1607— 1667 7 0 Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Unfang sonder Ende, o Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende. Herr Jesu, gib mir solchen Sinn beharrlich, bis ich komm dahin. Maspar Heunisch, 1620— 1690