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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche in Kirche, Schule und Haus für die evangelische Gemeinde in Görlitz
Entstehung
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VIII Vorrede.

um unsrer Gemeinde das Beste, Schönste und Herr lichste darzubieten, was aus dem Geiste unsrer frommen Sänger hervorgegangen ist. Doch haben wir hierbei keinen zu strengen Maßstab angelegt, vielmehr auch manches Lied ohne hohen poetischen Schwung auf genommen, welches, durch seinen christlichen Geist und durch das Eingehen in die gewöhnlichen Lebensver⸗ hältnisse und Seelenstimmungen, unsrer Gemeinde so lieb geworden ist, daß sie es schmerzlich vermissen würde.

Besondere Rücksicht haben wir auf die kirchliche Bedeutung und Geltung der Lieder genommen. Die alten, kräftigen Kernlieder Luthers und seiner Genossen, bis auf Paul Gerhardt und Benjamin Schmolck herab, haben deshalb die ihnen gebührende Stelle erhalten. Auch das besondere Bedürfniß unserer Görlitzer Gemeinde ist nicht außer Acht gelassen worden. Es durften ihr deshalb eine Menge von Liedern nicht vorenthalten werden, die durch das neue Gesangbuch von 1836 ihr bekannt und lieb ge worden sind. Ebenso aber mußten auch aus dem alten Görlitzer Gesangbuche andere wieder hinzukommen, die das neue ihr genommen hatte. Aus dem reichlich fließendem Quell der neuen und neuesten Liederdichtung haben wir nur sparsam und vorsichtig geschöpft. Den ursprünglichen Wortlaut der alten Kernlieder, der in dem Gesangbuche von 1836 vielfach verändert worden war, haben wir wiederhergestellt und nur da bereits bewährte Verbesserungen aufgenommen, wo der