Vorrede. IX
Ausdruck uns allzuhart, ungelenk, geschmacklos, unver⸗ ständlich oder sprachlich unrichtig erschien. Einige dieser Lieder, die in einem neuen Gewande bereits ein liebes Eigenthum der Gemeinde geworden sind, durften wir ihr jedoch in dem alten Kleide nicht wieder vorführen. Nur sehr wenige Lieder haben wir in verkürzter Form mitgetheilt, theils wegen ihrer übermäßigen Länge, theils wegen des unangemessenen Inhalts ein⸗ zelner Strophen. Wir glauben dadurch den Weizen von der Spreu gesäubert, die Goldkörner vom Staube gereinigt und den Glanz manches kostbaren Kleinods eher erhöht als beeinträchtigt zu haben.
So legen wir denn dieses neue Gesangbuch, an welchem wir eine Reihe von Jahren hindurch unter Gottes gnädigem Beistande fleißig und sorgfältig gear⸗ beitet haben, unserer lieben Kirchengemeinde mit treuer Liebe und vollem Vertrauen in die Hand und an das Herz. Möchte es von ihr unter gerechter Würdigung der großen Schwierigkeiten unserer Aufgabe mit gleicher Liebe und gleichem Vertrauen auf- und angenommen und gebraucht werden, in Kirche, Schule und Haus, zur Ehre Gottes des Vaters, zur Verherrlichung des Namens unseres Herrn Jesu Christi, zur Mehrung seines Reiches, zum Heile der Seelen und zur Erbauung der Gemeinde in der Kraft des heiligen Geistes, des Geistes der Wahrheit, der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens.
Und so rufen wir euch zu mit den Worten des Apostels Paulus, Col. 3, 16. Lasset das Wort


