— —— mitunter die reinste Blasphemie auf die Worte ist.““)) Die„Kleine Missionsharfe“ ö 0 hat von vornherein diesen Schmarotzpflanzen fast gar keinen Eingang gewährt, und. in der vorliegenden Sammlung sind nur die in jener enthaltenen wenigen Lieder 915 englischen Ursprungs berücksichtigt. Im übrigen glaube ich wahrgenommen zu haben,—— daß der gesunde Geschmack unsers Volkes sich von jenen fast durchweg ungesunden, weil unevangelischen Liedermachwerken mit ihren oft widerlich süßlichen Weisen wieder 5
abwendet. ih
Nach diesen Darlegungen sei es mir gestattet, noch über die Art und Weise zu a reden, in der ich bei Bearbeitung des vorliegenden wie auch des zweiten Bandes, On der 294 Lieder mit Melodien enthält, verfahren bin. Vor allem hielt ich für nötig,— Texte und Melodien möglichst originalgetreu wiederzugeben. Die Bücher, welche 10 ich dabei benutzte, titelweise hier alle aufzuführen, hat für den Laien wenig Zweck;—9 für den mit einschlägigen Arbeiten Vertrauten genügt es, auf die Namen ihrer Ver—
fasser hinzuweisen. Um mit dem Kirchenliede und-gesange, welchen in unserm Buche aben der ihnen gebührende Platz zugewiesen ist, zu beginnen, nenne ich die Werke von Elsner, 5 Knapp, Stip und Wackernagel, sowie die von Winterfeld und Zahn; auf 0
katholischer Seite ist die Arbeit von Bäumker hervorzuheben. Für das geistliche Lied des 19. Jahrhunderts kam namentlich das köstliche Buch von Kraus in Betracht. auf Von Sammlungen, die das geistliche Volkslied mit seinen Melodien zum Gegenstande
haben, erwähne ich vornehmlich die Arbeiten von Dittfurth und Hommel; daneben
leisteten die Arbeiten über das Volkslied im allgemeinen von Hoffmann-Richter und
von Erk und seinem Fortsetzer Böhme mehrfach gute Dienste. Von geistlichen und ö weltlichen Liederbüchern zähle ich endlich noch auf die Sammlungen von Ahlfeld— Kretzschmar-Stöbe, Barner, Brähmig, Brandt, Dölker, Döring, Eickhoff, Erk— é Greef, Fink, Hager, Hase, Heim, Hofer, Jacob, Janson, Lützel, S. Müller, ö Palme, Ranke, Rappard, Rische, Schäublin, Schmidt, Schwalm, Sering, Wichern
und Wyß. Außerdem benutzte ich noch eine Reihe von Monographien und Einzel⸗ ausgaben älterer und neuerer Liederdichter(Woltersdorf, Barth ꝛc.), sowie eine Anzahl Ver evangelischer und katholischer Gesang- und Choralbücher u. a. Es Eine Zugabe, durch welche unsere Sammlung von ähnlichen sich unterscheidet, ö and sind die den Liedern und Melodien beigesetzten Namen ihrer Verfertiger nebst Ent⸗ stehungszeit, sofern, wenn erstere nicht zu ermitteln waren, nicht bloß die trockene Zahl ö ang angegeben werden konnte. Diese an sich so unscheinbaren Notizen mußten oft mühsam ö ühe zusammengesucht werden; denn so schätzenswert hinsichtlich der Kirchenlieder und ihrer bee Weisen die Arbeiten von Koch, Fischer und Zahn sind, so wenig war bei ihnen und für das geistliche Volkslied zu holen. Der Fund war vielmehr öfter in Büchern zu nic suchen, deren Titel verschollen und aus den Bücherverzeichnissen längst verschwunden— sind. Mit wehmütiger Dankbarkeit gedenke ich hier auch des am 28. August 1896 heimgegangenen Professors S. Kümmerle, dessen vierbändige„Encyklopädie der evangelischen Kirchenmusik“(Gütersloh 1888— 1895) eine Fundgrube hymnologischen 1 F ) Faißt,„Zur Hebung des Gesangunterrichts in den evangelischen Volksschulen Württembergs.“ ö 01 Stuttgart 1881, S. 26.


