Lieder.
3) Vor der Beicht. 5.(Luk. 5, 31. 32.) Eigene Melodie.
1. Mein Heiland nimmt die Sünder an, Die unter ihrer Last der Sünden Kein Mensch, kein Engel trösten kann, Die nirgends Ruh und Rettung finden, Den'n selbst die weite Welt zu klein, Die sich und GOtt ein Greuel seyn; Den'n Moses schon den Stab gebrochen Und sie der Hölle zugesprochen, Wird diese Freistatt auf⸗ gethan: Mein Heiland nimmt die Sünder an.
2. Sein mehr als mütterliches Herz Trieb ihn von seinem Thron auf Erden, Ihn drang der Sünde Weh und Schmerz, An ihrer Statt ein Fluch zu werden: Er senkte sich in ihre Noth, Und schmeckt für sin den bittern Tod; Nachdem er nun sein eigen Leben Zur theuren Zahlung hingegeben, Und für die Welt genug gethan; So heißts: Er nimmt die Sünder an.
3. Nun ist sein aufgethaner Schoß Ein sichres Schloß gejagter Seelen: Er spricht sie von dem Uebel los, Und tilget bald ihr ängstlich Quälen; Es wird ihr ganzes Sündenheer In's unergründlich tiefe Meer Von seinem reinen Blut versenket, Und ihn'n der heil'ge Geist geschentt Zum Führer auf der Gnadenbahn; Mein Heiland nimmt die Sünder an.
4. So bringt er sie zum Vater hin, In seinen blut⸗ beflossnen Armen; Das neiget dann den Vatersinn Zu lauter herzlichem Erbarmen: Er nimmt sie an an Kin⸗ desstatt; Ja, Alles, was er ist und hat, Wird ihnen eigen übergeben; Die Thüre zu dem ew'gen Leben Wird ihnen fröhlich aufgethan: Mein Heiland nimmt die Sünder an.
5. O solltest du sein Herze seh'n, Wie sich's nach


