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Belehrung. 265
sonst gepflogen, Fühlt, wie sie neue Stützen kriegt, Wir werden mehr in solchen Stunden Mit dir zu einem Geist verbunden.
5. Dieß Brod kann wahre Nahrung geben, Dieß Blut erquicket unsern Geist. Es mehrt sich unser innres Leben, Wenn unser Glaube dich geneußt. Wir fühlen neue Kraft und Stärke In unserm Kampf und Glaubenswerke.
6. Wir treten in genaure Bande Mit deines Leibes Gliedern ein, Mit denen wir in solchem Stande Ein Herz und Eine Seele seyn. Der Geist muß mehr zusammenfließen, Da wir Ein Fleisch und Blut genießen.
7. Dein Fleisch muß uns zum Pfande dienen, Daß unser Fleisch, das Schwachheit voll, Einst herrlich aus dem Staube grünen Und unverweslich werden soll: Ja, daß du uns ein ewig Leben Nach diesem kurzen werdest geben.
8. O theures Lamm, so edle Gaben Hast du in dieses Mahl gelegt, Da wir dich selbst zur Speise haben, Wie wohl ist unser Geist verpflegt; Dieß Mahl ist unter allen Leiden Ein wahrer Vorschmack ewg'er Freuden.
9. Dir sey Lob, Ehr' und Preis gesungen! Ein solcher hoher Liebesschein Verdient, daß aller Engel Zungen Zu dessen Ruhm geschäftig seyn. Wird unser Geist zu dir erhoben, So wird er dich vollkommen loben.
(Rambach.)


