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Communion-Buch [Kommunion-Buch] / von Kapff
Entstehung
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armen Sündern sehnet, Sowohl wenn sie noch irre geh'n, Als wenn ihr Auge vor ihm thränet, Wie streckt er sich nach Zöllnern aus; Wie eilt er in Zachät Haus; Wie sanft stillt er der Magdalenen Den milden Fluß der Sünderthränen, Und denkt nicht, was sie sonst gethan, Mein Heiland nimmt die Sünder an.

6. Wie freundlich blickt er Petrum an, Ob er gleich noch so tief gefallen, Nun dieß hat er nicht nur gethan, Da man ihn sah auf Erden wallen: Nein, er ist im⸗ mer einerlei, Gerecht und fromm und ewig treu, Wie er war unter Schmach und Leiden, So ist er auf dem Thron der Freuden Den Sündern liebreich zugethan. Mein Heiland nimmt die Sünder an.

7. So komme dann, wer Sünder heißt, Und wen sein Sündengreul' betrübet, Zu dem, der Keinen von sich weist, Der sich gebeugt zu ihm begiebet. Wie, willst du dir im Lichte steh'n, Und ohne Noth verloren geh'n? Willst du der Sünde länger dienen, Da, dich zu retten, er erschienen? O nein! verlaß die Sündenbahn, Mein Heiland nimmt die Sünder an.

8. Komm nur, mühselig und gebückt, Komm nur, so gut du weißt zu kommen; Wenn gleich die Last dich niederdrückt, Du wirst auch seufzend angenommen. Sieh, wie sein Herz dir offen steht, Und wie er dir entgegen⸗ geht, Wie lang hat er mit vielem Flehen Sich brünstig nach dir umgesehen? So kommt dann allesammt heran: Mein Heiland nimmt die Sünder an.

9. Sprich nicht: Ich hab's zu grob gemacht, Ich hab' die Güte seiner Gnaden So schändlich und so lang veracht't, Er hat mich oft umsonst geladen. Wofern du's nur jetzt redlich meinst Und deinen Fall mit Ernst be⸗ weinst, So soll ihm nichts die Hände binden, Und du