46 Belehrung.
den Uebelthätern ist er gleich gerechnet und hat Vie⸗ ler Sünde getragen und für die Uebelthäter ge— beten(Jes. 53, 12.). Nun werden wir, die wir als Sünder des Ruhmes mangeln, den wir im Bilde GOt— tes haben sollten, wir werden ohne Verdienst gerecht aus GOttes Gnade durch die Erlösung, so durch Chri— stum IEsum geschehen ist, welchen GOtt hat vorge— stellt zu einem Gnadenstuhl(an welchem die Sün⸗ den durch Versöhnungsblut bedeckt werden) durch den Glauben in seinem Blute, zum Beweise seiner Gerech— tigkeit, wegen der Nachsicht mit den Sünden, die vor⸗ hin(vor Christo) geschahen unter göttlicher Geduld (Röm. 3, 24. 25.). Nachdem so in dem Opfertode IEsu der Gerechtigkeit GOttes Genüge geschehen ist, so sieht der Vater nicht mehr unsere Sünden an son⸗ dern die vollkommene Gerechtigkeit und Heiligkeit sei⸗ nes Sohnes in uns, und in ihm, dem Geliebten, sind wir angenehm(Eph. 1, 6.) und gerecht, und haben so Frieden mit GOtt(Röm. 5, 1.
Daß Christi Leiden und Tod so für uns gelten kann, hat seinen Grund in seiner heiligen Mensch⸗ heit und in seiner ewigen GOttheit. Nach seiner hei—⸗ ligen Menschheit durfte er nicht sterben, daher kann sein Tod gelten für uns, als der Heilige kann er der Stellvertreter der Unheiligen seyn. Und daß durch diese Stellvertretung das ganze All(Col. 1, 20. Eph. 1, 10.) versöhnt worden ist, das hat seinen Grund in der ewigen GOttheit Christi, kraft welcher in ihm alle Fülle wohnte(Col. 1, 19.), kraft welcher er alle Dinge träget mit dem Worte seiner Allmacht(Hebr. 1, 3.), und besteht Alles in ihm(Col. 1, 17.0. Der alle Dinge geschaffen hat, die sichtbaren und die
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