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Heilslehre und Heilsordnung. 47
unsichtbaren im Himmel und auf Erden, der alle Dinge trägt und erhält, der ist unendlich mehr, als alle Dinge, und deßwegen hat Alles, was er thut, einen unendlichen Werth, eine ewige, alle Zeiten, Welten und Menschen umfassende Kraft, die sich versöhnend und heiligend allen denen mittheilt, welche durch den Glauben Eins werden mit ihm, also in ihm der Sünde sterben und der Gerechtigkeit leben. Daher sagt Pau— lus: ist Einer für Alle gestorben, so sind sie Alle ge— storben(2 Cor. 5, 14.), es ist, als hätte das ganze menschliche Geschlecht die Strafe der Sünde erduldet. Denn GOtt war in Christo und versöhnete die Welt mit ihm selber; Er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor GOtt gilt(2 Cor. 5, 19. 21.). Nun können die, die um ihrer Sünden willen vor dem Richterstuhl der heiligen Gerechtigkeit zittern und beben müßten, sie können freu— dig stehen vor dem Throne GOttes, angethan mit weißen Kleidern und Palmen in ihren Händen tra— gend, und können rufen: Heil sei dem, der auf dem Stuhle sitzt, unserem GOtt und dem Lamme! Und eine Stimme aus dem Himmel bezeugt: Sie haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider helle gemacht im Blute des Lammes, darum sind sie vor dem Throne GOttes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel. Und der auf dem Stuhle sitzt, wird über ihnen wohnen, und das Lamm mitten im Stuhle wird sie weiden und leiten zu den leben— digen Wasserbrunnen. Und GOtt wird abwischen alle Thränen von ihren Augen(Offenb. 7, 10 ff.).
So ist die Menschheit durch Christum gewaschen,‚


