44 Belehrung.
drungen, in's Licht verklärt und in die Gemeinschaft GOttes erhoben wird.
Aber diese Theilnahme des Menschlichen am Gött— brn mußte erworben und errungen werden.
IEsus hielt es nicht für einen Raub, GOtt gleich seyn Phil. 2, 6.), nicht ohne Arbeit und Kampf wollte er der Wea lich en Natur die Herrlichkeit der göttlichen zueignen, als Herzog unserer Seligkeit mußte er durch Kampf und Leiden vollkommen werden(Hebr. 2, 10.), und so rechtlich der Menschheit erwerben, was sie rechtlich verloren hatte. Darum entäußerte er sich des Gebrauchs der göttlichen Natur, und war gehorsam bis zum Tod am Kreuz. In diesem vollkommenen Ge— horsam hat er als der andere Adam den Ungehorsam des ersten Adams geheilt, und Alles das in sich gelei— stet, was zur Vereinigung der ganzen Menschheit mit GOtt nöthig war. Er ist nie vom Willen GOttes gewichen; ihn zu thun, war seine Speise(Joh. 4, 34.). Das ganze Gesetz hat er erfüllt, und die volle Weisheit und Heiligkeit GOttes spiegelt sich in ihm ab als in dem Abglanz seiner Herrlichkeit und Eben— bild seines Wesens(Hebr. 1, 3.). Er konnte von sich sagen: Der Sohn kann nichts von sich selbst thun, denn was er siehet den Vater thun(daß Adam das nicht that, war sein Fall und Tod); denn was der Vater thut, das thut gleich auch der Sohn(Joh. 5, 19.). Durch diese vollkommene Einheit des Willens und Wesens mit dem Vater hat der Sohn das voll— kommene Wohlgefallen des Vaters im Gehorsam erworben, und so gebührt Ihm die ganze Fülle der Seligkeit und Herrlichkeit GOttes. Was er in seiner Person hatte und war, das will
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