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Communion-Buch [Kommunion-Buch] / von Kapff
Entstehung
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Heilslehre und Heilsordnung. 43

Herrlichkeit Er sich selbst anschaut und erkennt, dem Er seine ganze Wesenheit mittheilt, in dem er seine ewige und unendliche Liebe offenbart. Ohne dieses We— sen müßten wir denken, daß GOtt Ewigkeiten hindurch einsam und alleine, also ohne einen Gegenstand seiner Liebe, also auch, da es ohne Liebe keine Seligkeit gibt, ohne Seligkeit gelebt habe. Nur durch die Gemein⸗ schaft mit dem ewigen Wort oder Logos war GOtt von Ewigkeit selig. Darin hauptsächlich ruht das Ge⸗ heimniß der Dreieinigkeit. Diese zweite Person in der GOttheit ist der Mittler des Unerschaffenen und alles Geschaffenen. Durch ihn hat der Vater die Welt(die Aeonen Hebr. 1, 2.) geschaffen, das Sichtbare und Un⸗ sichtbare im Himmel und auf Erden(Col. 1, 16.); durch ihn hat er Alles erhalten und regiert, er ist das die Welt bestrahlende Antlitz GOttes(2 Mos. 33, 14.). Alle Dinge sind ihm übergeben, alle Fülle wohnt in ihm, und Alles in Allem erfüllt Er. Deßwegen hat der ewige Liebesvorsatz GOttes vor Grundlegung der Welt ihn zum Wiederhersteller der durch die Sünde verlorenen Menschheit bestimmt(Ephes. 1, 4.). Durch die Sünde war die Menschheit von GDOtt so getrennt, daß nur von GOtt selbst die Wiedervereinigung aus⸗ gehen konnte, und zwar dadurch, daß er die Mensch— heit annahm, sich in sie herabließ, sie zu sich erhöhte. Dieß ist geschehen in der Person IEsu Christi. In ibm ist der wahrhaftige GOtt und das ewige Leben (1 Joh. 5, 20.), geoffenbaret im Fleisch(1 Tim. 3, 16.), in ihm ist göttliche und menschliche Natur so vereinigt, wie bei uns Geist und Leib, so daß Keines in das Andere übergeht, aber das Menschliche durch das Göttliche geheiligt, mit neuen Lebenskräften durch⸗