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Communion-Buch [Kommunion-Buch] / von Kapff
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durch Beispiele. 23

barmungsvolle Liebe ist, so wenig dürfen wir den buß⸗ fertigen Sinn des Zachäus vergessen, in welchem er die Hälfte seiner Güter den Armen gab und vier fältig erstattete, so er Jemand betrogen hatte. Er ungerechten Gutes ist durchaus nöthig, um den Bann zu lösen, unter dem manche Seelen seuf zen. Alles Klagen und Beten und alle frommen Worte helfen nicht aus den Finsternissen der Anfech tung, so lang betrogenes Gut an den unreinen Hän den klebt.

Ein andermal saß Er wieder zu Tische mit allerlei Zöllnern und Sündern, die Pharisäer tadelten, was wir anbeten: Dieser nimmt die Sünder an und isset mit ihnen. Er aber sprach: Ich sage euch, es wird Freude seyn im Himmel vor den Engeln Gottes über Einen Sünder, der Buße thut, vor neun und neunzig Ge rechten, die der Buße nicht bedürfen(Luc. 15, 1 ff.).

Wie gerne IEsus da bleibt, wo hungrige Seelen sind, sehen wir auch daraus, daß er(nach Joh. 4, 40.) zu den Samaritern, die doch gar nicht zu dem Volk GOttes gehörten(also zur Welt) gerne einging, da sie ihn baten, und blieb zwei Tage bei ihnen. Hat er mit Solchen gegessen und getrunken, die ihm ganz fremde waren, wie zutrauensvoll dürfen wir, die er in der Taufe schon berufen, ihn einladen und seiner Ein ladung folgen.

Aber auch Solche, die zu seinen Feinden gehörten, oder doch um ihrer Selbstgerechtigkeit willen ferne von ihm standen, selbst Solche stieß Er nicht zurück, wenn sie ihn einluden. Einmal bat ihn(Luc. 4, 36.) der Pharisäer einer, daß er mit ihm äße. Und er ging hinein in des Pharisäers Haus und setzte sich