22 Einladung
dem, was die Propheten geredet haben. Wie sie, hat— ten auch die Eilfe vergessen und nicht glauben wollen, was er von seiner Auferstehung so bestimmt verheißen hatte. Und doch aß er, was sie ihm vorlegten, und hielt so in Jerusalem und Galiläa ein Mahl mit ihnen, Er, der Auferstandene, Verklärte, mit ihnen, den armen Zweifelnden und Kleingläubigen.
Nun denkst du vielleicht, mit seinen Jüngern habe er wohl so Abendmahl halten können, aber mit dir nicht. So gehe in das Haus des Matthäus und sieh die vielen Zöllner und Sünder an, die da zu Tische sitzen mit IEsu und seinen Jüngern; so gnädig ging er mit Sündern um, daß die Selbstgerechten sich an ihm ärgerten und fragten: Warum isset euer Mei— ster mit den Zöllnern und Sündern?(Matth. 9, 10. 11.) Darum hat er mit ihnen gegessen, damit heute noch jeder arme Sünder das Herz habe, auch mit Ihm zu essen und an seinen Tisch zu kommen, wie Er sich an den Sündertisch setzte. Deßwegen sagte Er auch zu dem Zöllner Zachäus(Luc. 19, 5.):„Steig eilend hernieder, denn ich muß heute zu deinem Hause einkehren.“ So sagt der Heiland auch zu dir, wenn Er dir erlaubt, zum heiligen Abendmahl zu gehen. Aber steige herab von deinen Höhen. Za— chäus stieg eilend hernieder von dem Baum, auf dem er von IEsu ungesehen und unbeachtet zu seyn glaubte, und nahm Ihn auf mit Freuden. Alle murrten, daß Er bei einem Sünder einkehrte, aber der große Sünderfreund sagte: Heute ist diesem Hause— diesem Sünderhause— Heil widerfahren, denn des Men— schen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, das verloren ist. So einladend diese er—
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