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Gesangbuch für die evangelische Kirche in den Fürstenthümern Waldeck und Pyrmont
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2. Adventlieder. 7

5. Frisch auf, ihr Hochbetrüb⸗ ten, der König kommt mit Macht; an uns, die Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein, noch Zorn hinfort uns schaden, die⸗ weil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein.

6. Auf, auf mit schnellen Schritten, den König eilt zu sehn, dieweil er kommt geritten stark, herrlich, sanft und schön.

Nun tretet All heran, den Hei

land zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann.

7. Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köst lichen Geschenken, als der sich selbst uns giebt durch seine Gnad und Wort; ja, König, hoch er hoben, wir Alle wollen loben dich freudig hier und dort.

8. Nun, Herr, du giebst uns reichlich, wirst für uns arm und schwach; du liebest unvergleich lich, du gehst den Sündern nach: drum woll'n wir All in Ein die Stimmen hoch erschwingen, ein Hosianna singen und ewig dank⸗ bar sein. Johann Rist, 4 1667.

Mel. Valet will ich dir geben.

ie soll ich dich em⸗ 19. pfangen, und wie begegn' ich dir? o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier! O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei, damit, was dich ergötze, mir kund und wis⸗ send sei.

2. Dein Zion streut dir Pal⸗ men und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermun⸗ tern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis, und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß.

3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht.

4. Ich lag in schweren Ban⸗ den, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß, und hebst mich hoch zu Ehren, und schenkst mir gro⸗ ßes Gut, das sich nicht läßt Wat wie irdscher Reichthum thut.

5. Nichts, nichts hat dich ge trieben zu mir vom Himmels⸗ zelt, als dein getreues Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jam⸗ mers Last, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast.

6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei welchem Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr. Seid unverzagt, ihr habet die Hülfe vor der Thür, der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier.

7. Ihr dürft euch nicht be⸗ mühen, noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht; er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Noth zu stillen, die ihm an euch bewußt.

8. Auch dürft ihr nicht er schrecken vor eurer Sündenschuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Theil.