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Gesangbuch für die evangelische Kirche in den Fürstenthümern Waldeck und Pyrmont
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6 2. Adventlieder.

4. Sei willkommen, o mein Heil: Hosianna, o mein Theil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an.

5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne thust, rein von aller Sündenlust.

6. Und wie du voll Sanft⸗ muth kamst, dich der Sünder⸗ welt annahmst, also sei auch jederzeit deine Sanftmuth mir bereit.

7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans Macht und List sich zu hoch für mich vermißt.

8. Tritt der Schlangen Kopf entzwei, daß ich, aller Aengste frei, dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan;

9. Daß, wenn du, o Lebens⸗ fürst, prächtig wiederkommen wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn.

Heinrich Held, 4 1676.

Mel. Von Gott will ich nicht lassen.

it Ernst, o Men⸗ 17. M schenkinder, das Herz in euch bestellt, damit das Heil der Sünder, der wunder⸗ starke Held, den Gott aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben versprochen hat zu geben, bei allen kehre ein.

2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt. Macht eben Bahn und Pfad, die Thäler all erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, macht gerad.

3. Ein Herz, das Demuth liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmuth übet,

mit Angst zu Grunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ.

4. Ach, mache du mich Armen in dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hin⸗ ein, mach es zu deiner Krippen: so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar sein.

Valentin Thilo, 4 1662.

Mel. Aus meines Herzens Grunde.

luf, auf, ihr Reichs⸗ 18. A genossen! eur König

kommt heran, empfahet unver- drossen den großen Wunder⸗ mann. Ihr Christen, geht her für, laßt uns vor allen Dingen ihm Hosianna singen mit heili ger Begier.

2. Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da! Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können im Nachtmahl, Tauf und Wort.

3. Auf, auf, ihr Vielgeplag⸗ ten, der König ist nicht fern; seid fröhlich ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern! Der Herr will in der Noth mit rei⸗ chem Trost euch speisen, er will euch Hülf erweisen, ja dämpfen gar den Tod.

4. Seid fromm, ihr Unter⸗ thanen, der König ist gerecht; laßt uns die Weg ihm bahnen und machen alles recht. Für⸗ wahr, er meint es gut; drum laßt uns auch die Plagen, die

er uns schickt, ertragen mit un⸗

erschrocknem Muth.

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