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Evangelisches Kirchengesangbuch für den Konsistorialbezirk Cassel : [nebst] Evangelien und Episteln / hrsg. vom Königlichen Konsistorium zu Cassel unter Mitw. des Gesamt-Synodal-Ausschusses
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32 Am 14. Sonntage nach Trinitatis. den und goß darein Ol und Wein, Evang.am 14. Sonnt. n. Trinit.,

und hob ihn auf sein Tier, und führte ihn in die Herberge und pflegte sein. Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein, und so du was mehr wirst dar⸗ thun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher dünkt dich, der unter diesen Dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin, und thue desgleichen.

Epistel, Gal. 3, V. 1522.

ieben Brüder, ich will nach mensch⸗ licher Weise reden; verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätigt ist und thut auch nichts dazu. heißung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht, durch die Samen, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Tastament, das von Gott zuvor bestätigt ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheißung sollte durch das Gesetz aufhören, welches gegeben ist über vierhundert⸗ unddreißig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Ver⸗ heißung gegeben; Gott hat es aber Abraham durch Verheißung frei ge⸗ schenkt. Was soll denn das Gesetz? Es ist dazu gekommen um der Sünde willen, bis der Same käme, dem die Verheißung geschehen ist, und ist ge⸗

stellt von den Engeln durch die Hand

des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig. Wie? ist denn das Gesetz wider Gottes Verheißung? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheißung käme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben.

Nun ist ja die Ver⸗

Lut. 17, V. 11-19.

nd es begab sich, da er reiste gen

Jerusalem, zog er mitten durch Samaria und Galiläa. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die stan⸗ den von ferne und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarm dich unser! Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeigt euch den Priestern. Und es ge⸗ schah, da sie hingingen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er sah, daß er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme. Und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm: und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neune? Hat sich sonst keiner gefun⸗ den, der wieder umkehrte und gäbe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin, dein Glaube hat dir geholfen.

Epistel, Gal. 5, V. 1624.

ch sage aber: Wandelt im Geiste, so NI werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und den Geist wider das Fleisch. Dieselben sind wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollt. Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetze. Offenbar sind aber die Werke des Flei⸗ sches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zau⸗ berei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch habe zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keusch⸗ heit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch, samt den Lüsten und Begierden.