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Darnach ist er gesehen worden von
Jakobus, darnach von allen Aposteln.
Am letzten nach allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, ge⸗ sehen worden. Denn ich bin der Ge⸗ ringste unter den Aposteln, als der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße, darum, daß ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet, denn sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.
Evang.am 12.Sonnt. n. Trinit., Mark. 7, V. 31—37.
nd da er wieder ausging von den
Grenzen Tyrus und Sidon, kam er an das Galiläische Meer, mitten unter die Grenze der zehn Städte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volke beson⸗ ders, und legte ihm die Finger in die Ohren und spützte und rührte seine Zunge, und sah auf gen Himmel, seufzte und sprach zu ihm: Hephata! das ist: thue dich auf. Und alsbald thaten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es aus⸗ breiteten, und verwunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohlgemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.
Epistel, 2. Kor. 3, V. 4—9. in solches Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. Nicht,
daß wir tüchtig sind von uns selber, etwas zu denken, als von uns selber, sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott, welcher uns auch tüchtig ge⸗ macht hat, das Amt zu führen des neuen Testaments, nicht des Buch⸗ stabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist
Am 12. und 13. Sonntage nach Trinitatis. 31 macht lebendig. So aber das Amt,
das durch die Buchstaben tötet, und in die Steine ist gebildet, Klarbeit hatte, also daß die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Mosis um der Klarheit willen seines Angesichts, die doch aufhört; wie sollte nicht vielmehr das Amt, das den Geist gibt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verdammnis predigt, Klarheit hat, vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit pre⸗ digt, überschwengliche Klarheit.
Evang. am 13.Sonnt. n. Trinit., Luk. 10, V. 23—37.
Urd er wandte sich zu seinen Jün⸗
gern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, das ihr seht. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, das ihr seht, und haben es nicht gesehen, und hören, das ihr hört, und haben es nicht gehört. Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, ver⸗ suchte ihn und sprach: Meister, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie liesest du? Er antwortete und sprach: Du sollst Gott deinen Herrn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Ge⸗ müte, und deinen Nächsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; thue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nächster? Da ant⸗ wortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus, und schlu⸗ gen ihn, und gingen davon, und ließen ihn halb tot liegen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Priester dieselbige Straße hinabzog, und da er ihn sah, ging er vorüber. Desselbigengleichen auch ein Levit, da er kam bei die Stätte und sah ihn, ging er vorüber. Ein Samariter aber reiste und kam dahin, und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wun⸗


