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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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140 IX. Gebete.

hat; so bin ich ihm auch einverleibt und durch den Glauben stark und fest mit ihm verbunden, daß uns nichts von ein⸗ ander scheiden soll. Gieb Gnade, o lieber Vater, daß ich nimmermehr von dir weiche, sondern mein Gelübde treulich bezahle. Vollführe das gute Werk, das du in mir ange⸗ fangen hast bis auf den Tag Jesu Christi und laß mich endlich sitzen an deinem Tisch, in dem Reich deiner Ehre und Herrlichkeit, daß ich dich mit allen Auserwählten ewig⸗ lich mag rühmen und preisen durch Jesum Christum, unsern

Herrn. Amen. Georg Rolt.

17. Bleibende Gemeinschaft. Ach du lieblichster, freundlichster Heiland, weil ich einmal durch deines heiligen Geistes Licht und Strahl gewahr geworden bin, wie süß du seiest denen, die nach dir fragen und dein Heil lieben: so laß mich nunmehro nach nichts fragen und verlangen als nach dir allein. Erbarme dich doch meiner und schenke mir rechtschaffene Früchte der Buße, daß ich dich mit de mütigem Geist stets anbete, liebe und lobe. Laß mich nun ohn' Unterlaß deine innerliche Süßigkeit schmecken, das Abendmahl im Geist mit dir halten und stets nach dir von neuem hungern und dursten. Denn je mehr man von dir isset, je mehr mird man nach dir verlangen und je stärker wächst der Glaube samt Hoffnung, Liebe und Geduld. Darum, so werde mir doch dergestalt süß und trostreich,