IX. Gebete. 141 lauben o liebster Jesu, daß ich stets deine Gegenwart merke und n ein⸗ mich deiner allein freue, der du die wesentliche Liebe bist. aß ich ö Laß mir dein Licht immer heller aufgehn auch in der reulich x Finsternis der Versuchungen und mein Herz dadurch ent— ange⸗ brennen. Erscheine mir in deinem leidenden Bilde, wenn
mich ich leiden soll. Besuche mich allzeit in meiner Einsamkeit, Ehre klopfe an mein Herz mit deinem Wort, laß mich dir aber ewig⸗ ö auch getrost aufthun, und nicht widerstehen. Ach, so mache insern dir eine ewige Wohnung, einen heiligen Tempel und Altar Rosl. in meinem Herzen, da du unverrückt lehren könnest und ich dich anbete und umfasse. Lehre mich daselbst dein hei⸗ liges Fleisch geistlich immerdar genießen samt deinem kost⸗ chster, baren Blut, dadurch mein Geist gestärket und erhalten werde iligen seine Wanderschaft selig zu vollenden; ja, nähre du meinen e süß inwendigen Menschen im Glauben kräftiglich mit diesem eben: Glaubensbrot wie Israel in der Wüste, daß ich wachse im augfn Geist als ein Baum am Wasser gepflanzet und Früchte chenke bringe in Geduld. Also wollest du wahre Seelenspeise, mich t de⸗ von nun an täglich erquicken und beleben. Erhalte mein nun Herz bei diesem Einigen, dich zu lieben, zu genießen. Dein 25 süßes Herz sei mir ein Brunn lebendigen Wassers, dein 92 Leben mein Sieg über Fleisch und Blut, so bleibe du mir 1 Rn immer vor den Augen meines Gemütes stehen, dein Ge⸗ lärker dächtnis stets zu bewahren und vor dir zu wandeln aus duld. der Zeit in die Ewigkeit. Amen. Gotifried Aruold.
reich,


