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IX. Gebete. 129
gedacht werde, und gieb mir Gnade, daß ich mich hinfort
davor hüten möge und nach deinem Willen lebe. Amen. Geruhard o Clairvaur
4. Buße. Herr, ich will gegen mich selbst bekennen, meine Ungerechtigkeit: dir, o Herr, will ich bekennen meine Schwachheit. Oft wirft mich eine kleine Veranlassung da⸗ nieder und betrübet mich. Ich nehme mir vor, tapfer zu
streiten, aber wenn auch nur eine erträgliche Versuchung
über mich kommt, so bin ich alsdann in großer Not. Aus dem Geringfügigsten erwächst mir oft schwere Anfechtung. Und wenn ich mich nur einigermaßen sicher glaube, während ich die Anfechtung nicht fühle, so finde ich mich bald darauf gänzlich, selbst von schwachen Angriffen überwunden. ö
Blicke, o Herr, auf meine Niedrigkeit und auf die
Gebrechlichkeit, die dir bekannt ist. Erbarme dich mein und
reiße mich aus dem Sündenschlamm, damit ich nicht gar darin untergehe und ewiglich darin verharre. Das ist es, was mich peinigt und bestürzt macht, wenn ich vor dein
Angesicht trete, daß ich so leicht wandle und so schwach bin,
meinen Leidenschaften zu widerstehen. Denn ob ich wohl nicht immer in dieselben willige, so ist's mir doch eine schwere Last, daß ich so von ihnen angesteckt bin, und es verdrießt mich immer, so im Streit zu leben. Siehe, so groß ist meine Schwäche, daß die bösen und eiteln Ge⸗ danken wohl leichtlich in mich eingehen, aber—— sich
Baur, Kommunionbuch.


