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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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130 IX. Gebete.

vertreiben lassen. O schaue doch, du starker Gott Israel, du eifriger Liebhaber der gläubigen Seele, schaue doch an die Mühe und den Schmerz deines Kindes und stehe mir bei in allen meinem Vornehmen. Stärke mich mit Kraft aus der Höhe, damit nicht der alte Mensch, das elende Fleisch, das dem Geist noch nicht völlig unterworfen ist, die Oberhand gewinne und behalte. Stehe mir bei im Kampfe dagegen, der mir, so lange ich in diesem elenden Leben atme, beständig obliegt, daß ich dereinst ans Ziel gelange, und die Krone erringe, die du den treuen Streitern aufbehalten

hast.

Thomas v. Kempis.

5. Buße. O großer, unermeßlicher Herr und Gott, ich komme vor dein heiliges Angesicht, ob ich's wohl nicht würdig bin, und bitte dich, du wollest mich selber bekehren und überzeugen, wie treulos ich an deiner Gnade geworden, denn ich liege in Schlamm und Sünden und bin gleich dem verlornen Sohn, der sein väterliches Erbe verprasset hat. Ich nehme aber dennoch in meiner Not Zuflucht zu dir und leugne nicht, daß ich vor dir gesündigt habe und dadurch tot und blind geworden bin am Reiche Gottes. Und was soll ich vor dir sagen, du Richter alles Fleisches? Hier stehe ich vor dir nackt und bloß und weiß von nichts als von deiner unergründlichen Barmherzigkeit, die sich in dem Tod deines Sohnes geoffenbart hat. In demselben Leiden und Sterben Jesu Christi wollest du dich meiner