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26 II. Das Abendmahl.
rum kehren wir aus dem Hause Gottes in das eigene Haus zurück, die milde, tiefe Liebe im Herzen, in der wir jedem die Hand entgegenstrecken und uns innerlich geloben, hinfort des Hauses Frieden durch die heilige Liebe zu be⸗ wahren. Ehe wir aber die Schwelle des Gotteshauses ver⸗ ließen,— schon am Altare selbst haben wir uns aufs innigste eins gefühlt mit allen denen, die von demselben Brote gegessen und von demselben Kelche getrunken. Viel⸗ leicht begegnete unser Auge in dem Heiligtum dem Auge eines uns nahe Befreundeten und der stille Blick, der ge⸗ wechselt ward, sagte deutlich: wir glauben an eine Ge⸗ meinschaft der Heiligen. Aber ob wir keinen der Mit⸗ feiernden nach dem Angesicht gekannt hätten, hier galt: als die Unbekannten und doch bekannt, in dem gemeinsamen Glauben, der zur Liebe treibt. Ja, die Gemeinde, die an dem Altar sich sammelte, Junge und Alte, Männer und Frauen, Reiche und Arme, war uns das Bild jener großen Christengemeine, in welcher alle Unterschiede zur gliedlichen Gemeinschaft des Leibes unter dem Haupte Christus sich verklärt haben; die Seele ist sehnsüchtig geworden nach ihrer Vollendung in der Gemeinde, nach ihrem Wachstum in der Liebe, sie möchte auch die Feinde in Liebe gewinnen, sie möchte die fern von Christo Wandelnden herbeirufen, sie ist auf des einen Hirten grüner Aue und zu seinen frischen Wassern gewandelt, sie möchte die eine Herde sehen und zu ihr gehören. Kommt, ach kommt, ihr Gotteskinder,


