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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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II. Das Abendmahl. 27

und erneuert euren Bund! Schwöret eurem Überwinder Lieb' und Treu' aus Herzensgrund! Und wo eurer Lebes⸗ kette Festigkeit und Stärke fehlt, o so betet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt!

6. Du kannst den Blick in die Vollendung des Leibes Jesu Christi nicht lenken, ohne an deine eigene Vollendung und insonderheit auch an deines Leibes Vollendung zu den⸗ ken. Das heilige Abendmahl ist ein Mahl der Auferstehung. Es liegt unserm frommen Sinnen der Gedanke sehr nahe, daß auch der Leib, in dem wir wallen, von dem Rat der Erlösung nicht ausgeschlossen ist, denn der Heiland gebraucht auch leibliches Essen und Trinken zu einem Mittel, das geistliche Leben mit seliger Wonne zu erfüllen. Warum auch sollte der Leib gering geachtet wer⸗ den? Auch der Leib des Menschen ist Gottes Kreatur. Ohne Leiblichkeit ist der Mensch kein ganzer Mensch. Muß freilich dieser Leib, den wir tragen, weil er der Sünde sich zum breiten, behaglichen Wohnsitz dargeboten hat, ster⸗ ben und verwesen, nirgends sagt die Schrift, daß des Men⸗ schen Vollendung ohne Leiblichkeit sein werde. Wie wir gesehen haben, daß der Herr, der uns gleich geworden, da⸗ mit wir ihm gleich würden, in verklärtem menschlichen Leibe zum Vater gegangen ist, so werden auch wir in verklärter Leiblichkeit ewig leben. In dem Glauben, den wir be⸗ kennen, sagen wir: Vergebung der Sünden und unmittel⸗ bar darauf: Auferstehung des Fleisches. Wenn nun das