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II. Das Abendmahl. 25
wer mag wider uns sein? welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschonet, sondern ihn für uns alle da⸗ hingegeben, wie sollt' er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der da gerecht macht! Wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist und sitzet zur Rechten Gottes und vertritt uns! Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?— Ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentum, noch Gewalt, weder Hohes noch Tiefes, noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm Herrn(Röm. 8).
5. Du kannst aber in der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, nicht leben, ohne zugleich mit den Kindern des Vaters, mit den Brüdern und Schwestern des Erstgebor⸗ nen unter vielen Brüdern aufs innigste verbunden zu sein. Das heilige Abendmahl ist ein Mahl der Bru— derliebe. Die ältesten Christen nannten darum die ge⸗ meinsamen Mahlzeiten, an welche sich die Feier des Abend⸗ mahles anschloß, geradezu Liebesmahle. Und auch in un⸗ seren Tagen steht es bei denen, welche zum Altare kom⸗ men, fest, daß in der Versöhnung mit Gott„ in der neuen Gottesliebe die Versöhnung mit den Brüdern„ die neue Bruderliebe unmittelbar gegeben sei. Wie ein Brot ist, sind wir viele ein Leib, dieweil wir alle eines Brotes teilhaftig sind(1 Kor. 10, 17). Da⸗


