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II. Das Abendmahl. 21
und brach es und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; sol⸗— ches thut zu meinem Gedächtnis. Desselbigen gleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut; solches thut, so oft ihr es trin⸗ ket, zu meinem Gedächtnis. Wie der Herr an jenem Abend nach dem Passahmahl, um ein ganz neues zu stif⸗ ten, noch einmal das Brot und den Kelch mit Dank⸗ sagung herumreichte, so wird noch heute, wo das Abend⸗ mahl schriftmäßig verwaltet wird, nach mancherlei Brauch doch immer dieselbe Doppelgabe des Brotes und Weines gegeben, sichtbar dem Auge, von der Zunge geschmeckt. Denn Brot bleibt Brot, und Wein bleibt Wein. Aber in dem Brot und Wein wird dir eine andere, eine höhere, eine das ewige Leben nährende Speise und Trank dargeboten. Nicht also, als ob das sinnige Bild des Brotes als der kräftigsten Speise, und des Weines als des edelsten Trankes nur dazu gewählt wäre, um den Flügeln deiner Gedanken,
die aus dem Sinnlichen ins Geistliche empor wollen, Auf⸗
schwung zu geben. Nein, nicht Sinnbilder nur sind Brot und Wein, die den Geist wecken sollen, daß er die geist⸗ liche Gabe erst sich suche, sondern Träger dieser Gaben selbst. Denn der Herr sagt, indem er das Brot darreicht: das ist mein Leib, indem er den Kelch bietet: dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut. Also in dem


