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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
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20 II. Das Abendmahl.

er ihnen die Füße und predigt ihnen durch diese Handlung Liebe, Demut, demütigen Liebesdienst. Er schaut in den Kreis der Jünger und mit tiefer Wehmut spricht er: Einer unter euch wird mich verraten. Petrus bricht mit seinem Bekenntnis hervor, daß er auch das Leben für ihn lassen werde. Der Herr aber sieht im Geiste seine Vereinsamung dort in Gethsemane wird keine Volksmenge mit ihrem Hosianna ihn umjubeln, dorthin werden selbst von den zwölf Jüngern nur elf ihm folgen, nur drei werden in seiner nächsten Nähe bleiben, diese drei werden schlafen, er wird allein sein mit seinem Gott, ach, mit dem Gefühl, als wär' er ohne seinen Gott, allein mit dem Gebet: nimm den Kelch von mir, wenn's möglich ist; aber der Vater im Himmel wird es für unmöglich erklären, der Sohn wird unschuldig die Schuld der ganzen Welt auf sich nehmen, er wird den Kelch bis zum letzten Tropfen aus⸗ trinken! In dieser Nacht, da alle Liebe ihre Fülle in dem Herzen Jesu zusammendrängt, da alles Leiden das Herz Jesu durchsticht, in dieser Nacht, da auch die Seinen von ihm abfallen, hält er sie fest und giebt ihnen sein Bleiben im Gehen, sein Leben im Sterben durch die Stiftung des heiligen Mahls.

3. Was giebt Jesus den Seinen im Abendmahl? Das ist die Frage, auf die wir nun vor allem eine Antwort

haben müssen. Der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten war, nahm er das Brot, dankte

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