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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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J. Das Weizenkorn und der Weinstock. 11

nicht eigentlich geredet, sondern zunächst nur von dem beständigen Essen und Trinken des Fleisches und Blutes Jesu Christi, von der immerwährenden Aufnahme des Gottmenschen Jesu Christi im Innersten unseres Wesens durch den Glauben. Indem wir gläubig in Jesu Christi Erscheinung, seinen vollkommenen Gehorsam gegen den Vater, sein Leiden im heiligen Thun, sein Thun im hei⸗ ligen Leiden, die Darbringung seiner selbst am Kreuz, die Annahme des vollgültigen Opfers durch die Auferweckung des Vaters uns versenken, indem wir dies alles in gläu⸗ bigem Gebet uns zueignen: für mich, für mich! essen wir das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut. Und wie wir täglich das leibliche Brot genießen, so sätti⸗ gen wir uns von Tag zu Tage mit dem Christus, der durch das Evangelium unserm Glauben überall nahe ist, und trachten zu der Höhe des Christenlebens zu kommen, auf welcher Paulus sprechen durfte: Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebet in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebet hat und sich selbst für mich dar⸗ gegeben(Gal. 2, 20). Aber außer diesem beständigen Essen des Fleisches und Trinken des Blutes Christi im Glauben hat uns Christus noch ein Essen seines Leibes und Trinken seines Blutes im heiligen Abendmahl ge⸗ schenkt und verordnet. Während er dort allgemein von Fleisch und Blut redet, in welches er sich gekleidet, von der