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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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J. Das Weizenkorn und der Weinstock. 7

der Wunderbar heißt, und verkündigt den Tag seines Kom⸗ mens als einen Tag der Erntefreude, also der Brotes⸗ fülle(Jes. 9), und sie läßt die Einladung ergehen: Wohl⸗ an alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser, und die ihr nicht Geld habt, kommet her, kaufet und esset; kommet her und kaufet ohne Geld und umsonst, beides Wein und Milch(Hes. 55). Der Vater kann seine Kin⸗ der nicht lassen. Stillen will der das tiefste Verlangen, in welchem wir sprechen: Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wassen, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott, wann werd' ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue?(Pf. 42.)

4. Wer mich siehet, der siehet den Vater, so spricht Jesus Christus, und eben darum, weil in ihm dieGott⸗ heit und Menschheit in einem vereinet und alle voll⸗ kommene Fülle erscheinet, eben darum ist er auch die Nahrung, der wir bedürfen, die rechte Speise und der rechte Trank. Weil in ihm die Fülle der Gottheit wohnt, kann er in uns die Leere füllen. Weil er unsre Mensch⸗ heit angethan, können wir ihn finden und genießen. Wir meinen, des Menschen Sohn anzusehen, und siehe, wir schauen zugleich den Sohn des lebendigen Gottes. Er tritt in die Welt ein, und Klarheit leuchtet mitten in der Nacht und die himmlischen Heerschaaren singen: Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden und an den Men⸗