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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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6 IJ. Das Weizenkorn und der Weinstock.

Leben zu bieten, mit der leiblichen Ernährung seine heil⸗ same Gnade. Er läßt Manna vom Himmel fallen und das ist sein Verlangen dabei, daß die Kinder Israels auf die Frage: was ist das? die Antwort finden: das ist die Gnade Gottes, die nicht Lust hat am Tode des Gott⸗ losen, sondern daß er sich bekehre und lebe. Er schlägt Wasser aus dem Felsen und dahin geht seine Sehnsucht, daß die Erfrischten den Herrn loben, dessen Gnaden⸗ brunnen ein offener Born ist und Wassers die Fülle hat. In dem Glauben, daß Gott seinen Kindern Speise und Trank zum Leben giebt, singt David: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser(Pf. 23). Die Propheten klagten, daß das Volk mit der leiblichen Erhaltung sich genügen läßt und nicht für ihn selbst, den lebendigen Gott, das Innerste in Sehnsucht aufthut. Siehe, es kömmt die Zeit, spricht darum der Herr, Herr, daß ich einen Hunger in das Land senden werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, son⸗ dern nach dem Wort des Herrn zu hören(Amos 8, 11). Mein Volk thut ein zwiefache Sünde, mich, die lebendige Quelle verlassen sie, und machen ihnen hier und da aus⸗ gehauene Brunnen, die doch löchricht sind und kein Wasser geben(Jer. 2, 13). Aber die Gnade wird nicht müde. Sie läßt den Menschen von jenem Kinde sagen, das ihnen geboren, von jenem Sohne, der ihnen gegeben werden soll,

F. IX