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Beicht- und Kommunionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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J. Das Weizenkorn und der Weinstock. 5

die Antwort: So schaue nun vom Himmel und siehe herab von deiner heiligen, herrlichen Wohnung. Wo ist nun dein Eifer, deine Macht? Deine große herzliche Barm⸗ herzigkeit hält sich hart gegen mich. Bist du doch unser Vater. Denn Abraham weiß von uns nicht und Israel kennt uns nicht. Du aber, Herr, bist unser Vater, und unser Erlöser; von altersher ist das dein Name(Jes. 63, 15 u. 16).

3. Der Vater läßt seine Kinder nicht darben. Er giebt ihnen Speise und Trank zum Leben. Wir Men⸗ schen, die wir von ihm das Leben ursprünglich empfangen haben, sollten in der Erhaltung des Lebens immerdar den gegenwärtigen Gott, dessen Geschlecht wir sind, in welchem wir leben und weben, fühlen und finden. In jedem Mahl, das wir halten, sollten wir sehen und schmecken, wie freundlich der Herr ist. Wo wir essen und trinken, sollten uns Brot und Wein die Pfänder der gnadenreichen Gegenwart des Herrn sein. So haben die Menschen in der Unschuld des Paradieses wohl überall Gottes Gemeinschaft geatmet und in jedem Essen und Trinken ihres Gottes sich wieder vergewissert. Es konnte der Leib nicht erquickt werden, ohne daß die Seele ihren Gott empfand und der Geist sich in Gott lebendig fühlte. Auch nachdem die verbotene Frucht gegessen war und der Kelch des Leidens getrunken werden mußte, ist Gott immerdar bedacht, seinen Kindern Speise und Trank zum