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Von der Tugend des Glaubens. 5
in der ganzen Welt verkündigt; dafür sind alle hl. Mar⸗ tyrer gestorben, und das hat die Kirche Jesu Christi von Anfang und zu allen Zeiten gelehrt und bekannt. Daß aber dieses Zeugniß Jesu Christi, seiner Apostel und seiner Kirche wahr ist, dafür bürgt uns:
1) Die göttliche Heiligkeit Jesu Christi. Er war frei von jeder Sünde und menschlichen Unvollkom⸗ menheit, das Höchste Vorbild aller Tugenden, und aus seinem ganzen Wesen leuchtete jene göttliche Erhabenheit und Majestät hervor, von der der hl. Johannes schreibt: „Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, als des Einge— borenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit.“ (Joh. 1, 14.)
2) Die göttliche Weisheit und Kraft seiner Lehre, welche über alle Lehren der Weltweisen und selbst der hl. Propheten des alten Bundes hoch erhaben und wahrhaft das Licht der Welt ist.
3) Die vielen und großen Wunder aller Art, die er zur Bestätigung seiner Lehre und seiner göttlichen Sendung und Persönlichkeit in den drei Jahren seines Lehramtes wirkte, vor Allem aber das große Wunder seiner glorreichen Auferstehung.
4) Die Erfüllung der Weissagungen. Alles, was die Propheten von seiner Person, seinem Leben, seinem Leiden und Sterben, seiner Verherrlichung und seinem Werke vorher verkündet, sowie Alles, was er selbst von der Zerstörung Jerusalems, der Bekehrung der Heiden, der Verfolgung seiner Jünger und Anhänger, der Ausbreitung und unvergänglichen Fortdauer seiner Kirche vorausgesagt hat, ist vollkommen in Erfüllung gegangen.
5) Die wunderbare Bekehrung der in Götzendienst und Lastern ganz versunkenen Welt zum muade. Aund die allein durch die Kraft und Wahrheit der Gnade, und die eben so wunderbare Erhaltung und Fortdauer der Kirche Jesu Christi trotz aller Verfolgungen bis auf den heutigen Tag und bis an's Ende der Welt.
II. Ist aber Jesus Christus liche 2 Gott, so mußte er auch nothwendig eine unvergängliche Anstalt gründen, durch welche seine hl. Lehre allen Völkern bis an's Ende verkündigt, unverfälscht erhalten und richtig ausgelegt wird und die von ihm gestifteten hl. Sakramente recht gespendet werden.


