VI Vorrede
Die aufgenommenen Lieder sind meistens in unserer Diöcese längst bekannt; es sind unsere alten deutschen Kirchenlieder, über deren hohen Werth, sowohl was Text, als was Melodie betrifft, unter allen Kennern nur eine Stimme herrscht. Aller⸗ dings haben nicht alle Lieder gleichen Werth; mancher minder vollkommene Text aus späterer Zeit mußte wegen der schönen und volksthümlichen Melodie beibehalten werden; jedoch konnte man bei einigen Melodien bes⸗ sere Texte an die Stelle setzen; z. B. der Melodie des Liedes„Was ließ einst am Jordan's Strande“ das schönere Adventslied„Meine Seele, dank' und singe“ unterlegen. Bei den alten Liedern macht die veraltete Form und Sprachweise oft eine Schwierigkeit. Hier war es nothwendig, der neueren Sprachweise gerecht zu werden, ohne die alte Schönheit, Einfachheit und Kraft zu zerstören oder durch künstliche Construction und poetischen Ausdruck unverständlich für das Volk zu werden“). Es schien uns besser, eine Härte der Sprache
Stande der Gnade verrichten, Ablässe verknüpft hat. Dieselben sind mit einem Sternchen bezeichnet.
*“) Wir sind in der Herstellung des Textes den besten Vorarbeiten gefolgt, namentlich dem um eine zeitgemäße Wiederherstellung unserer deutschen Kirchen⸗ lieder so hochverdienten Cantate von H. Bone. Viel⸗ fach haben wir auch die Lieder der Kirche von Schlosser, sowie die uns bekannt gewordenen neuern Gesangbücher, namentlich das Gesangbuch von Stein, benutzt. Die Umarbeitung der Lieder wurde vorzüglich durch Herrn Domcapitular Dr. Nickel besorgt.


