Vorrede. V
zu wünschen ist und so sehr zur Erhöhung der Feier⸗ lichkeit und des religiösen Sinnes beiträgt.
In der Regel wird zu dem Nachmittags⸗Gottes⸗ dienste eine der in reicher Auswahl vorhandenen An⸗ dachten benutzt werden. Wenn diese Andachten nach dem Kirchenjahre geordnet und daher z. B. sämmt⸗ liche Andachten vom bitteren Leiden in der hei⸗ ligen Fastenzeit, die vom heiligen Sakramente und heiligsten Herzen Jesu am Frohnleichnams⸗ feste zusammengestellt sind, so ist damit nicht beab⸗ sichtigt, daß sie nur in dieser Zeit oder nur beim öffent⸗ lichen Gottesdienste gebraucht werden sollen; vielmehr sollen sie während des ganzen Jahres, je nach Ge⸗ legenheit und Bedürfniß, sowohl zum öffentlichen Got⸗ tesdienste, als zum Privatgebrauche dienen. Man war namentlich darauf bedacht, die Andacht zu dem lei⸗ denden und für uns im allerheiligsten Sakra⸗ mente gegenwärtigen Heilande, so wie die mit der Liebe zu Jesus so engverbundene Verehrung seiner heiligsten Mutter, der allerseligsten Jungfrau Maria, und endlich die jedem christlichen Herzen tief eingeprägte Liebe zu den armen Seelen durch die Aufnahme mehrerer Andachten zu befördern. Man hat vorzugsweise solche Andachten ausgewählt, welche ent⸗ weder von unseren Vorfahren ererbt und bereits in Fleisch und Blut unseres christlichen Volkes überge⸗ gangen— oder von der Kirche besonders empfohlen sind*).
*“) Das gilt namentlich von den Andachten und Ge⸗ beten, mit welchen die Kirche für die, welche sie im


