IV Vorrede.
Christen Glaube, Hoffnung, Liebe und alle christlichen Tugenden zu wecken und zu erneuern. Deßhalb findet man in diesem Theile eine kurze Erklärung der betreffenden Feste und ihrer heiligen Gebräuche; sodann die Hochämter; hierauf die Nachmittags⸗ und Abendandachten; endlich die Lieder. Die Vesper-Andachten) sind, um das Nachschlagen zu erleichtern, mit den Marianischen Antiphonen im letzten Abschnitte zusammengestellt.
In den Hochämtern sind zwischen den Gesanges⸗ strophen, bei den Haupttheilen der heiligen Messe, den verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres entsprechende Gebete eingefügt. Denn so erbaulich ein frommer Gesang ist, eben so nachtheilig ist es, wenn über dem Gesange das Gebet vernachlässigt wird. Durch diese Gebete, sowie durch die in dem ersten Theile ent⸗ haltenen Meßgebete sind die Gläubigen in den Stand gesetzt, dem Hochamte auch dann mit Andacht beizu⸗ wohnen, wenn sie selbst nicht singen, sondern der von der Kirche vorgeschriebene, an Schönheit und Erhaben⸗ heit jeden anderen Gesang übertreffende liturgische Choralgesang von einem Chore bei den Haupttheilen der heiligen Messe vorgetragen wird, was, wenigstens an höheren Festen und bei besonderen Gelegenheiten,
*) Die Vesperandachten von Weihnachten, Ostern und Pfingsten wurden aus dem alten Gesangbuche bei⸗ behalten. Nur an die Stelle der von dem heiligen Texte so sehr abweichenden gereimten Bearbeitnng des Magnificat wurde das echte Magnificat gesetzt. Das⸗ selbe ist nach den Psalmentönen leicht zu singen.


