3. Weihnachten. 27
Seligkeit. Wann Sonn und Mond und Stern vergehen Vielleicht noch in gar kurzer Zeit, Wird dieses Licht mit seinem Schein Dein Himmel und dein Alles sein.
4. Laß nur indessen helle scheinen Dein Glaubens- und dein Liebeslicht; Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese Sonne nicht; Willst du genießen diesen Schein, So darfst du nicht mehr dunkel sein.
5. Drum Jesu, schöne Weihnachtsonne, Bestrahle mich mit deiner Gunst! Dein Licht sei meine Weihnacht— wonne Und lehre mich die Weihnachtkunst, Wie ich im Lichte wandeln soll Und sei des Weihnachtglanzes voll.
Kasp. Friedr. Nachtenhöfer, 1624—-1685.
Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König.
48. Iruchzet ihr Himmel,
frohlocket, ihr Engel, in Chö— ren! Singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehren: Sehet doch da, Gott will so freundlich, so nah Zu den Verlornen sich kehren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihrEnden derErden! Gott und der Sünder, die
sollen zu Freunden nun wer⸗ den. Friede und Freud Wird uns verkündiget heut, Freuet euch, Hirten und Herden!
3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Sie wird ein Kind, Träget und hebet die Sünd, Alles anbetet und schweiget!
4. Gott ist im Fleische! Wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen; Gehet hinein, Eins mit dem Kinde zu sein, Die ihr zum Vater wollt gehen.
5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen ge— denken? Du willst dich selber, dein Herz voll von Liebe mir schenken; Sollt nicht mein Sinn Innigst sich freuen darin Und sich in Demut versenken?
6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, Dem ich auch wieder mein Herze voll Liebe verbinde, Du sollst es sein, Den ich erwähle allein; Ewig entsag ich der Sünde.
7. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren; Komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger ver⸗


