Dich nunmehr eingestellet hast. Halleluja!
3. Von Anfang, da die Welt gemacht, Hat so manch Herz nach dir gewacht; Dich hat gehofft so lange Jahr Der Väter und Propheten Schar. Halleluja!
4. Nun bist du hier, da liegest du, Hältst in der Krippe deine Ruh; Du kehrst in fremder Hausung ein, Und sind doch alle Himmel dein. Halleluja!
5. Du bist der Ursprung aller Freud Und duldest so viel Herzeleid; Du bist der süße Menschenfreund, Doch sind dir so viel Menschen feind. Halleluja!
6. Ich aber, dein geringster Knecht, Ich sag es frei und mein es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. Hal⸗ leluja!
7. Der Will ist da, die Kraft ist klein, Doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz; und was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. Halleluja!
8. Und bin ich gleich der Sünde voll, Hab ich gelebt nicht, wie ich soll, Ei, kommst du doch deswegen her, Daß
I. Heilige Zeiten.
sich der Sünder zu dir kehr. Halleluja!
9. So faß ich dich nun ohne Scheu, Du machst mich alles Jammers frei, Trägst meine Schuld, erwürgst den Tod, Verkehrst in Freud all Angst und Not. Halleluja!
10. Ich will dein Hal⸗ leluja hier Mit Freuden singen für und für, Und dort in deinem Ehrensaal Soll's schallen ohne Zeit und Zahl. Halleluja!
Paul Gerhardt, 1606—1676.
Mel. O daß ich tausend Zungen hätte.
47. Dies ist die Nacht, da mir erschienen Des großen Gottes Freundlichkeit; Das Kind, dem alle Engel dienen, Bringt Licht in meine Dunkel⸗ heit, Und dieses Welt- und Himmelslicht Weicht hundert⸗ tausend Sonnen nicht.
2. Laß dich erleuchten, meine Seele, Versäume nicht den Gnadenschein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle Bricht durch in alle Welt hinein; Er treibet weg der Höllen Macht, Der Sünden und des Kreuzes Nacht.
3. In diesem Lichte kannst du sehen Das Licht der klaren
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