3. Weihnachten. 25⁵
2. Du hast mich ganz und gar erfüllt Mit deiner Lieb und Güte; Dein schöner Glanz, dein süßes Bild Liegt stets mir im Gemüte. Und wie könnt es auch anders sein, Wie mag ich deinen Gnaden— schein Aus meinem Herzen lassen?
3. Da ich noch nicht ge— boren war, Da bist du mir geboren Und hast mich dir zu eigen gar, Eh ich dich kannt, erkoren. Noch war ich nicht ans Licht gebracht, Da hast du schon bei dir bedacht, Wie mein du wolltest werden.
4. Ich lag in tiefer Todes— nacht, Du wurdest meine Sonne, Die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht Des Glau— bens in mir zugericht, Wie schön sind deine Strahlen!
5. Ich sehe dich mit Freu— den an Und kann mich satt nicht sehen, Und weil ich's nimmer fassen kann, So bleib ich sinnend stehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär Und meine Seel ein weites Meer, Daß ich dich möchte fassen!
6. Wenn bitterlich mein Herze weint Und keinen Trost kann finden, Rufst du mir
zu:„Ich bin dein Freund, Ein Tilger deiner Sünden; Was trauerst du und machst dir Pein? Du sollst ja guter Dinge sein, Ich bin dein Bruder worden.“
7. Du fragst nicht nach der Lust der Welt Noch nach des Lebens Freuden; Du hast dich bei uns eingestellt, An unsrer Statt zu leiden, Suchst meiner Seele Trost und Freud Durch deiner Seele Schmerz und Leid, Des ich dir ewig danke.
8. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, Mein Heiland, nicht versagen: Daß ich dich möge für und für In meinem Herzen tragen. So laß mich deine Wohnung sein, Komm, komm und kehre bei mir ein Mit allen deinen Freuden!
Paul Gerhardt, 1606— 1676.
Mel. Erschienen ist der herrlich Tag.
46. Wi singen dir, Im
manuel, Du Lebensfürst und Gnadenquell, Du Himmels-— blum und Morgenstern, Der Jungfrau Sohn, Herr aller Herrn. Halleluja!
2. Wir singen dir mit deinem Heer Aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, Daß du, o lang gewünschter Gast,


